Senat und Bezirke schließen Vereinbarung

Treptow-Köpenick. Das Stadtplanungsamt erhält Verstärkung. Fünf zusätzliche Mitarbeiter werden mit dafür sorgen, dass Genehmigungen für Wohnungsbauprojekte zügiger ausgestellt werden können.

Die personelle Aufstockung ist Teil eines zwischen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und den für Stadtentwicklung zuständigen Stadträten geschlossenen Bündnisses zum Wohnungsneubau. In dessen Rahmen werden die Stadtentwicklungsämter berlinweit um 49 Mitarbeiter verstärkt, weitere 17 Mitarbeiter sollen die Zweckentfremdung von Wohnraum untersuchen. Aus diesem Kontingent entfällt auf Treptow-Köpenick ein Mitarbeiter.

"Senat und Bezirke tragen gemeinsame Verantwortung, für in Berlin lebende Menschen und neu Zugezogene genügend und auch preiswerten Wohnraum zu schaffen", teilt der für Stadtentwicklung zuständige Senator Michael Müller (SPD) mit. Nach Angaben des Senats ist die Bevölkerung allein 2011 bis 2013 um rund 130 000 Menschen gewachsen. Bis 2025 werden 250 000 Neuberliner erwartet. Nach den im Bündnis festgelegten Zahlen sollen jedes Jahr mindestens 12 000 Wohnungen genehmigt werden. Auf Treptow-Köpenick entfallen davon 1581 Wohnungen. Wenn der Bezirk diese Vorgaben erfüllt, bekommt er zusätzlich weitere 658 000 Euro, die er für befristete Personalstellen einsetzen kann.

Vermutlich wird der Bezirk die Vorgaben übererfüllen. Derzeit geht man bis zum Jahr 2020 von insgesamt 10 000 neuen Wohnungen aus, die von privaten Investoren, Genossenschaften und kommunalen Wohnungsgesellschaften gebaut werden. Am Rand des Wissenschaftsstandorts Adlershof entstehen bis 2015 auf rund 1000 Wohnungen, von Miniappartements für Studenten über Geschosswohnungen der Degewo bis zu hochpreisigen Stadthäusern privater Investoren.

Die fünf zusätzlichen Mitarbeiter im Stadtentwicklungsamt können vorerst bis Ende 2015 beschäftigt werden. "Wegen des weiteren Neubaubedarfs streben Senatsverwaltung und Bezirksämter an, dass die Zusatzkräfte auch danach weiterbeschäftigt und dafür entsprechende Mittel in den Haushaltsplan eingestellt werden", heißt es in der Vereinbarung.


Ralf Drescher / RD
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