An der Dornröschenstraße entstehen zwölf Eigenheime

Ende Mai schließt die letzte Einkaufsmöglichkeit im Märchenviertel. (Foto: Ralf Drescher)

Köpenick. Der Netto-Markt in der Dornröschenstraße steht vor der Schließung. Werbetafeln weisen bereits darauf hin, dass hier Eigenheime gebaut werden sollen.

In der Firmenzentrale von Netto Marken Discount in Maxhütte-Haidhof bestätigt man diese Pläne. Eine Mitarbeiterin der Unternehmenskommunikation teilt auf Nachfrage mit, dass der Markt im Märchenviertel Ende Mai geschlossen wird, da der Standort nicht mehr dem Konzept entspricht.

Künftig müssen Bewohner des Viertels weite Wege zurücklegen. "Ich war zehn Jahre Kunde, habe hier oft eingekauft. Jetzt gibt es im Märchenviertel nicht mal mehr einen Friseur. Das ist kein Dienst am Kunden", ärgert sich Anwohnerin Barbara Kausche. Mehrere Leser hatten uns auch geschrieben und weite Wege hingewiesen, die für ältere Anwohner nicht zumutbar sind. Die Mitarbeiterin der Unternehmenskommunikation teilt dazu mit, dass Netto-Märkte in der Kaulsdorfer Straße 140 sowie der Seelenbinderstraße 81 das betroffene Einzugsgebiet abdecken würden. "So können wir den Anwohnern weiterhin eine qualifizierte Nahversorgung und ein optimales Einkaufserlebnis bieten", schreibt sie. Das dürfte nicht motorisierten Märchenviertel-Bewohnern deutlich zu weit sein. Leichter zu erreichen sind die Einkaufsmöglichkeiten im Forum Köpenick, außerdem soll an der Ecke Mahlsdorfer Straße/Hoernlestraße ein Discounter errichtet werden.

Sobald die Halle an der Dornröschenstraße abgerissen ist, werden die Baugruben für zwölf geplante Einfamilienhäuser ausgehoben. Nach Informationen aus dem Stadtplanungsamt sind erste Baugenehmigungen bereits erteilt.


Ralf Drescher / RD
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