Kreuzung Wendenschloß- und Müggelheimer Straße soll mehr verkraften

Köpenick. Wer zur Hauptverkehrszeit die Wendenschloß-, Ecke Müggelheimer Straße passiert, kennt das Problem. Durch zahlreiche Abbieger, querende Radler und Fußgänger bildet sich schnell ein Stau. Der soll Ende 2014 Geschichte sein.

Der Verkehrsknoten wird im kommenden Jahr im Auftrag des Senats unter Mitwirkung der BVG umgebaut. So soll mehr Platz für Fahrzeuge geschaffen werden. Sollen doch in den nächsten zehn Jahren am Marienhain, einem früheren Gelände des Milchhändlers Bolle in Wendenschloß, rund 1100 Wohnungen entstehen.Verkehrszählungen haben ergeben, dass in 24 Stunden rund 10 000 Autos den Knoten Wendenschloß-/Müggelheimer Straße passieren. Eine Prognose geht davon aus, dass bis 2015 weitere rund 3700 Pkw dazukommen könnten. Dafür soll die Kreuzung angepasst werden.

Auf der Müggelheimer Straße werden ab Frühjahr 2014 Mittelinseln errichtet, damit Fußgänger die Straße nicht mehr in einem Zug überqueren müssen. Dafür fallen separate Rechtsabbiegespuren weg, der Verkehr wird über eine gemeinsame Geradeaus- und Rechtsspur geführt. "Weil die Fußgänger dann schneller über die Straße kommen, können die Räumzeiten verkürzt und damit die Durchlassfähigkeit für den Straßenverkehr erhöht werden", so der vom Senat beauftragte Verkehrsplaner Bruno Fuhrmann.

Ampeln werden angepasst

In einer von ihm entwickelten Computersimulation klappt das auch, selbst Radler und querende Fußgänger bringen den Verkehrsfluss nicht mehr zum Halten. "Ob das aber noch funktioniert, wenn die marode Allendebrücke teilweise gesperrt werden muss, ist fraglich", meint Stefan Förster, Bürgerdeputierter im BVV-Ausschuss für Stadtentwicklung und Tiefbau.

Nach dem Umbau soll es eine Anpassung der dann computergesteuerten Ampeln geben. Außerdem ist um 2019, wenn die ersten 500 neuen Häuser am Marienhain bezogen sind, eine Optimierung der Verkehrssteuerung geplant. Im Januar werden die Pläne für den Umbau im Rathaus ausgelegt, dann können Bürger auch ihre Bedenken vorbringen. Außerdem gibt es eine Bürgerversammlung.


Ralf Drescher / RD
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