Tourismusverein erleichtert Zugang zu Informationen

Treptow-Köpenick. Im Bezirk leben derzeit rund 13 000 in ihrer Mobilität behinderte Menschen und auch viele Besucher zwischen Spree und Dahme sind beeinträchtigt.

Der Tourismusverein Treptow-Köpenick will diesen Menschen den Zugang zu Informationen rund um den Bezirk erleichtern. Ab sofort ist die Internetseite des Vereins unter www.tkt-berlin.de auch auf die Belange Behinderter zugeschnitten. "Mit dem Mausklick auf ein Symbol - Mann mit Stock - im oberen Teil der Startseite schaltet man unser Internetangebot auf ,barrierefrei‘ um. Dann können Betroffene mit wenigen Tastendrücken navigieren. Die vereinfachte Darstellung in Schwarz-Weiß ist besonders für Lesemaschinen Blinder oder Sehbehinderter geeignet, sie können sich unsere Texte dann vorlesen lassen", berichtet Michael Diehl vom Tourismusverein. Die Überarbeitung des Internetportals ist der zweite Teil des Projekts "Barrierefrei". Sie hat mehrere Monate gedauert.Vor zwei Jahren hatte der Tourismusverein gemeinsam mit Experten der Humboldt-Universität den ersten Teil in Angriff genommen: einen Multi-Media-Guide für die Köpenicker Altstadt. Dafür waren alle Sehenswürdigkeiten auf ihre Eignung für Behinderte getestet worden. Die Geräte, die über die Touristinformation am Schloßplatz, Alt-Köpenick 31-33, ausgeliehen werden, besitzen auch eine Sprachausgabe und sind für Hör- und Sehbehinderte sowie Rollstuhlfahrer gleichermaßen geeignet. Rund 200 Mal wird dieses Angebot pro Jahr genutzt. Ab sofort gibt eine kostenfreie App zum Download für Smartphones, die eine individuelle Stadtführung mit dem eigenen Gerät ermöglicht. Der Tourismusverein hat bei der Realisierung des Projekts "Barrierefrei" eng mit Betroffenenverbänden und der Behindertenbeauftragten des Bezirks zusammengearbeitet. Unterstützt wurde die Realisierung von der Deutschen Klassenlotterie Berlin mit rund 35 000 Euro.

Das komplette Angebot für Behinderte und Nichtbehinderte gibt es unter www.tkt-berlin.de. Der barrierefreie Bereich funktioniert übrigens auch in Englisch. "Gäste und Einwohner werden gleichermaßen von unserem neuen Angebot profitieren", versichert Michael Diehl vom Tourismusverein.

Ralf Drescher / RD
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