Wirtschaftsclub kritisiert Verkehrspolitik des Senats

Treptow-Köpenick. Der Verein Berliner Kaufleute und Industrieller (VBKI) fordert vom Senat, dass der Verkehr in der Stadt flüssiger gestaltet wird. Treptow-Köpenick ist da keine Ausnahme. Vorhaben wie der Neubau des Glienicker Wegs oder des Hirschgartendreieck nehmen mindestens drei Jahre in Anspruch.

Das Adlergestell soll noch in diesem Jahr künstlich eingeengt werden, dann ist Schluss mit fließendem Verkehr. "Pro Jahr werden in Berlin rund 100 Millionen Liter Kraftstoff im Stau verbrannt. Dabei entstehen unnötig 230 000 Tonnen Kohlendioxid und die Fahrzeugnutzer zahlen 160 Millionen Euro im Jahr für zusätzlichen Kraftstoff", teilt Udo Martin, Geschäftsführer des Vereins, in einer Presseinformation mit. Dabei ist das Straßennetz nach Auffassung des Wirtschaftsclubs eigentlich gut ausgestattet.

Mit zehn Punkten will er Abhilfe schaffen. Gefordert werden unter anderem verkehrsabhängig gesteuerte Ampelregelgebiete, die Reaktivierung der "Grünen Welle" auf Magistralen und intelligente Steuerungen für Alternativrouten bei Überlastung oder Störung. Außerdem sollen neuralgische Staupunkte überprüft, der Etat für die Straßeninstandhaltung aufgestockt und ein Instandhaltungsmanagementsystem für das Straßennetz geschaffen werden. Die Baustellenkoordinierung soll mit Fachpersonal aufgestockt und Genehmigungsverfahren für Baustellen sollen beschleunigt werden. "Wir werden verkehrspolitische Entscheider der Stadt zum Workshop einladen. Ziel ist, Maßnahmepläne zu entwickeln, mit denen der Straßenverkehr wieder flüssiger gestaltet werden kann", teilt Udo Martin mit.


Ralf Drescher / RD
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