Zwei Schwimmhallen wegen Legionellen dicht

Köpenick. Seit 19. Oktober sind zwei Köpenicker Schwimmhallen geschlossen. Grund ist der Fund von Legionellen in Wasserproben.

"Die Proben waren routinemäßig genommen und ausgewertet worden. Nach dem Fund der Keime haben wir das Bad im Allende-Viertel und die Kleine Schwimmhalle in der Wuhlheide nach Abstimmung mit dem Gesundheitsamt vorsorglich geschlossen", erläutert Wolfram Kaube, Leiter Bau und Technik bei den Berliner Bäderbetrieben.Nach Aussage des Fachmanns waren die Keime aber in so geringer Menge vorhanden, dass keine Gesundheitsgefahr bestand. Unmittelbar nach der Schließung war das Warmwassersystem, mit dem die Duschen versorgt werden, überprüft worden. Dabei wurde unter anderem ein defektes Rückschlagventil gewechselt. Danach wurde das Duschwasser mehrmals auf 70 Grad erhitzt, durch diese thermische Desinfektion sterben Legionellen sicher ab.

"Wir warten jetzt auf die Auswertung der Proben durch das Labor, was zehn Tage dauert. Sind die Duschen in den Bädern wieder legionellenfrei, können wir voraussichtlich am 1. oder 2. November beide wieder öffnen", verspricht Wolfram Kaube. Der Technikfachmann legt Wert auf die Feststellung, dass die gemessene Belastung relativ gering war und noch keine Gesundheitsgefahr bestand.


Ralf Drescher / RD
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