270 Jahre alte Eiche musste eingekürzt werden

Die fast 300 Jahre alte Eiche musste aus Sicherheitsgründen im Kronenbereich eingekürzt werden. (Foto: Ralf Drescher)

Köpenick. Spaziergänger kennen die imposante Eiche im Bellevuepark, die gut von der Friedrichshagener Straße sichtbar auf einer kleinen Anhöhe steht. Jetzt musste der Baum eingekürzt werden.

Weil es sich bei der rund 270 Jahre alten Stieleiche um ein Naturdenkmal handelt, hatte der Bezirk die aufwendigen Baumarbeiten sogar offiziell angekündigt. Bereits 2012 hatten an dem Baum Schnittarbeiten stattgefunden. "Eine Untersuchung hatte nun ergeben, dass in der oberen Krone mehrere Stark-Äste abgestorben waren und es weiter zu Totholzbildung kam. Die Eingriffe erfolgten aus Sicherheitsgründen, sonst hätte der Baum in nächster Zeit gefällt werden müssen", erläutert Olga Toepfer vom Straßen- und Grünflächenamt des Bezirks.

Mit einem Hubsteiger sind Baumexperten in die Krone der Eiche gestiegen und haben die toten Äste entfernt. Dabei wurde rund 40 Prozent der Krone beseitigt. Die eindrucksvolle Astschleppe des Naturdenkmals, die seit Jahrzehnten von Stützen gesichert wird, wurde dabei nicht reduziert.

"Ich hoffe, dass unserer Eiche jetzt vielleicht noch 50 Jahre bleiben kann", meint Bauminspektorin Olga Toepfer.

Die Stieleiche mit einem Umfang von 5,50 Metern im Bellevuepark ist unter der Nummer 34 als Naturdenkmal registriert. Sie ist eines der letzten Zeugnisse eines historischen Eichenwäldchens, das sich hier im Umfeld des 1766 errichteten und im 2. Weltkrieg zerstörten Schlösschen Bellevue befand. Eine weitere Stieleiche direkt an der Friedrichshagener Straße war vor rund zehn Jahren bereits gefällt worden.

Im Bezirk gibt es derzeit rund 60 Naturdenkmale, darunter auch zwei Findlinge. Zu den schönsten geschützten Bäumen gehören auch mehrere Eichen am Rahnsdorfer Mühlenweg, mehrere Platanen im Müggelpark und eine Schwarznuss auf der Schlossinsel. Wenn Naturdenkmale beschnitten oder gefällt werden müssen, werden sogar Naturschutzverbände an der Abstimmung beteiligt.


Ralf Drescher / RD
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