Rettung für den „Mellowpark“: Bezirk Treptow-Köpenick verlängert Vertrag bis 2035

Berlin: Mellowpark |

Oberschöneweide. Der „Mellowpark“, das Skater- und BMX-Paradies am Ufer der Spree, hat jetzt wieder eine Zukunft. Anfang Juli wurde der Nutzungsvertrag verlängert.

Wenn der aktuelle Vertrag einst auslaufen sollte, dürften einige der derzeitigen Akteure bereits im Rentenalter sein. Denn der Bezirk Treptow-Köpenick hat den Nutzungsvertrag bis zum 31. Dezember 2035 verlängert. Unterschrieben wurde die neue Vereinbarung von Sportstadtrat Michael Vogel (CDU) und Jugendstadtrat Michael Grunst (Linke). Die beiden Bezirkspolitiker erfüllten damit einen Auftrag der Bezirksverordnetenversammlung, die bereits im Dezember 2015 mit Zweidrittelmehrheit gefordert hatte, die Zukunft des „Mellowparks“ zu sichern. Hintergrund waren Versuche des 1. FC Union gewesen, dass Areal am Spreeufer für seine Jugendleistungsabteilung zu nutzen.

Hinter dem „Mellowpark“ stehen die beiden Vereine „All eins“ und „Mellowpark“. Beide haben nun Planungssicherheit. Denn für die weitere Entwicklung des Jugendprojekts muss ein Bebauungsplan aufgestellt werden, das kostet rund 100.000 Euro. Geplant ist der Ausbau des Jugendzentrums und die Weiterentwicklung der Sportanlagen. Auch künftig sollen Leistungs- und Hobbysportler gleichberechtigt ihre sportliche Heimat am Spreeufer haben. „Wir erreichen viele junge Menschen, die sich von klassischen Sportvereinen nicht angesprochen fühlen“ sagt Jens Werner von All eins.

Kommt ein BMX-Leistungszentrum?

Neben mehreren hundert Freizeitsportlern trainiert die BMX-Nationalmannschaft seit 2014 regelmäßig im „Mellowpark“. Derzeit gibt es Überlegungen, auch ein Leistungszentrum für BMX-Sport aufzubauen. Am Anfang stand ein Pappmodell, welches in einer Ausstellung im Willy-Brandt-Haus präsentiert wurde. Damit hatten junge Leute von All eins am Wettbewerb Jugend entwickelt das neue Berlin teilgenommen. Ab 1999 wurde der „Mellowpark“ auf dem Areal eines früheren Kabelwerks in der Friedrichshagener Straße Wirklichkeit. Bereits 2008 war dort wegen der näher rückenden Wohnbebauung Schluss, seit 2010 nutzt der „Mellowpark“ das jetzige Gelände eines früheren Sportvereins zwischen Wuhlheide und Spree. RD
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