Stählerne Lebensretter

Senator Andreas Geisel, Bürgermeister Oliver Igel und weitere lokale Politiker besichtigen das neu errichtete Brückengeländer an der Langen Brücke. (Foto: Ralf Drescher)
Berlin: Lange Brücke |

Köpenick. Die Unfallstelle auf der Langen Brücke vom Dezember 2014 wurde entschärft. Ein stählernes Geländer soll künftig verhindern, dass Autos in die Dahme stürzen.

Genau dass war dort nämlich vor einem Jahr passiert. Ein Pkw mit vier jungen Leuten geriet auf der Rampe der Behelfsbrücke ins Schleudern, durchbrach das Geländer und stürzte in den Fluss. Die Insassen auf der Rückbank konnten sich retten, Fahrer und Beifahrerin (beide 18) starben.

Obwohl die Brückenkonstruktion nach Aussage der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt den Vorschriften entsprach, wurden jetzt für 80 000 Euro zwei rund 30 Meter lange Geländer an den Zufahrtsrampen installiert. Das Geländer ist im Innern mit einem Stahlseil versehen, um die Kräfte eines Aufpralls besser ableiten zu können und an tonnenschweren Betonblöcken befestigt. Außerdem wurden alte Straßenbahnschienen ausgebaut und der Bordstein erhöht. Der Köpenicker SPD-Abgeordnete Tom Schreiber hatte sich für die Entschärfung der Unfallstelle eingesetzt. Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel (SPD) kam zum Ortstermin und überzeugte sich vom Umbau der Unfallstelle. „Wir wollten hier auf jeden Fall für mehr Sicherheit sorgen“, sagte er.

Eine weitere Forderung von Bezirkspolitikern und Angehörigen der Verunglückten wurde noch nicht realisiert. Das ist die Stationierung von Rettungstauchern im wasserreichen Bezirk Köpenick. Die verunglückten Jugendlichen konnten erst nach rund 45 Minuten aus dem versunkenen Auto befreit werden, weil die Taucher aus Charlottenburg kommen mussten. „Wir lassen nicht locker und machen Druck, damit Feuerwehrtaucher in Köpenick stationiert werden“, sagt Maik Buch (40), der bei dem Unfall seinen Ziehsohn Paul verloren hat. Abgeordneter Tom Schreiber, der bereits mehrfach gegenüber der Senatsverwaltung für Inneres die Stationierung von Feuerwehrtauchern in Köpenick eingefordert hatte, will das weiter unterstützen. RD
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