Kann man ein Parkhaus zu einem Wohnhaus umbauen?

Das Parkhaus am Schöneberger Ufer. (Foto: Frey)

Kreuzberg. Am Schöneberger Ufer 5 befindet sich ein Parkhaus. Dumm nur, dass es kaum von Autofahrern angesteuert wird.

Deshalb gibt es jetzt erneut eine Idee, wie das Gebäude künftig besser genutzt werden kann. In diesem Fall geht es um Wohnungsbau.

Dem Bezirksamt liege eine Bauvoranfrage des Immobilienunternehmens Vivico vor, erklärte Baustadtrat Hans Panhoff (B 90/Grüne) bei der Sitzung des Stadtplanungsausschusses am 30. April. Geklärt werden soll damit, ob ein möglicher Umbau von rund 50 Prozent des Parkhauses zu einem vier bis sechsgeschossigen Gebäude genehmigt würde. Dort sollen, je nach Größe, zwischen 90 und 130 Wohnungen entstehen. "Wir prüfen das jetzt", sagt der Stadtrat.

Das Parkhaus war einst im Zuge der Bebauung des Potsdamer Platzes errichtet worden. Vor allem Menschen, die dort arbeiten, sollten hier ihr Auto abstellen können. Was die aber nur selten tun. Höchstens ein Viertel der Plätze ist dort im Durchschnitt belegt. Selbst wenn die um die Hälfte reduziert werden sollten, bliebe immer noch ein Überangebot.

Schon in der Vergangenheit gab es immer wieder Pläne, die Fehlinvestition durch andere Nutzungen aufzuwerten. Etwa vor einigen Jahren die Idee einer "Green Box" genannten Kunsthalle. Sie stieß damals aber im Bezirk auf wenig Gegenliebe.

Was das Vivico-Projekt betrifft, möchten die Bezirksverordneten weitere und konkretere Informationen aus erster Hand. Vertreter des Unternehmens sollen deshalb in eine der nächsten Sitzungen zu einer Präsentation eingeladen werden.


Thomas Frey / tf
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