Aufzug endete nach wenigen Metern

Kreuzberg/Mitte. Rund 2700 Menschen, so die Zahl der Polizei, haben am 26. April einen Aufzug der rechtsradikalen NPD durch Kreuzberg verhindert.

Die Route der Neonazis sollte eigentlich von der Jannowitzbrücke in Richtung Moritzplatz und von dort unter anderem durch die Oranien- und Rudi-Dutschke-Straße führen. Zahlreiche Gegendemonstrationen und Sitzblockaden sorgten allerdings dafür, dass die etwa 120 Teilnehmer nur bis zur Brücken-/Ecke Rungestraße kamen und von dort wieder zur Jannowitzbrücke zurückkehren mussten. Vier NPD-Sympathisanten nahm die Polizei fest, unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung und Volksverhetzung.

Bei den Gegendemonstranten gab es 16 Festnahmen. Sie hatten Einsatzkräfte mit Flaschen und Steinen attackiert, Pyrotechnik gezündet und versucht, Absperrungen zu durchbrechen. Die Beamten setzten vereinzelt Pfefferspray und Mehrzweckstöcke gegen die Randalierer ein. Weitgehend störungsfrei verliefen nach Polizeiangaben dagegen zwei Spontandemonstrationen des Anti-Nazi-Bündnisses nach dem Ende des versuchten NPD-Aufmarschs. Rund 2000 Menschen zogen zunächst von der Köpenicker Straße zum Moritzplatz. 300 beteiligten sich am Oranienplatz an einer Kundgebung "Solidarität mit den Hungernden".

Insgesamt waren 1600 Polizisten im Einsatz. 17 wurden verletzt.


Thomas Frey / tf
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