Flucht endete im Kanal: Dieb und Verfolger gingen im Wasser

Kreuzberg. Die Feuerwehr musste am frühen Morgen des 10. Oktober drei Männer aus dem Landwehrkanal bergen. Sie waren dort nach einer Verfolgungsjagd gelandet.

Denn bei einem der unfreiwilligen Badegäste handelte es sich um das mutmaßliche Mitglied einer Diebesbande. Zusammen mit drei Komplizen hatte er gegen 3.30 Uhr eine Gruppe von drei Männern vor dem Schlesischen Tor angetanzt und in ein Gespräch verwickelt. Einer von ihnen stahl dabei einem 30-Jährigen das Portemonnaie aus der Gesäßtasche.

Das Opfer bemerkte die Tat und forderte den Dieb zur Herausgabe der Beute auf. Daraufhin erhielt er einen Faustschlag ins Gesicht und wurde geschubst. Die Geldbörse übergab der Langfinger einem Kompagnon, der sich damit aus dem Staub machen wollte.

Die beiden Freunde des Bestohlenen rannten ihm in Richtung Heckmannufer hinterher. Dort sprang der Flüchtende in den Kanal und versuchte offensichtlich schwimmend zu entkommen. Um das zu verhindern, gingen seine Verfolger ebenfalls ins Wasser. Alle drei verloren allerdings in der Dunkelheit die Orientierung und fanden keinen Ausstieg mehr. Erst mit Hilfe der Feuerwehr konnten sie aus den Fluten gefischt werden.

Beim 27-jährigen Tatverdächtigen fand die ebenfalls alarmierte Polizei das Diebesgut. Er musste, ebenso wie einer seiner Jäger wegen Unterkühlung im Krankenhaus behandelt werden. tf
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