Polizei informiert über erste Erfolge im Görlitzer Park

Auch das Stutzen vieler Sträucher gehörte zu den jüngsten Aktionen gegen die Drogendealer. Sie sollen so weniger Verstecke für ihren Stoff finden. (Foto: Frey)

Kreuzberg. Das massive Vorgehen gegen die Dealer im und um den Görlitzer Park zeigt Wirkung. Das behaupten zumindest Polizei und Politik. Allein im November hätten die Beamten dort 9069 Einsatzstunden geleistet, berichtete Polizeipräsident Klaus Kandt am 8. Dezember im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses.

Das seien zehn Mal mehr als noch im Vormonat gewesen. 1217 Personen wurden in diesem Zeitraum überprüft. Es gab 155 Festnahmen. Das waren fast so viel, wie in den zehn Monaten zuvor. Denn zwischen Januar und Oktober lag die Gesamtzahl bei 191.

Nach Angaben von Kandt seien Polizisten inzwischen dauerhaft vor Ort. Dass das geballte Auftreten bereits erste Ergebnisse zeigt, machte der Polizeipräsident auch an den gestiegenen Drogenpreisen fest. Die hätten sich nämlich zuletzt massiv erhöht, in manchen Fällen sogar verdreifacht.

Innenstaatssekretär Bernd Krömer (CDU) betonte, dass diese Maßnahmen so lange weiter geführt werden, "bis die Situation stabil erträglich ist". Als nächster Schritt soll eine eigene Ermittlungseinheit aufgestellt werden. Eingeplant sind dafür 55 Beamte, von denen 50 aus der auch für Friedrichshain-Kreuzberg zuständigen Direktion 5 kommen sollen. Sie werden dafür aus den einzelnen Abschnitten sowie der örtlichen Kriminalpolizei abgezogen.

Allerdings wird in der Direktion schon jetzt über fehlendes Personal geklagt. Nach Ansicht von Kandt ist der Einsatz im Görlitzer Park aber derzeit "alternativlos". Die Polizei sei auf einem guten, aber eben auch langen Weg.


Thomas Frey / tf
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