Dirk Weidner tritt beim Berlin Song Contest für Kreuzberg an

"Bis zur Unendlichkeit" heißt die erste CD von Dirk Weidner. Die zweite ist gerade in Arbeit. (Foto: Frey)
 
Dirk Weidner. Sänger, Komponist und Schauspieler. (Foto: ***Bildnachweis***)
Berlin: BKA-Theater |

Kreuzberg. Als Treffpunkt schlägt Dirk Weidner das Café Edelweiss im Görlitzer Park vor. "Ich wohne um die Ecke", sagt er. Damit ist schon eine Frage geklärt. Der 38-jährige Sänger und Schauspieler vertritt Kreuzberg nicht nur beim Berlin Song Contest. Er lebt auch hier.

Das ist bei diesem Wettbewerb nicht Voraussetzung. Jeder muss allerdings einen Berliner Ortsteil repräsentieren und kann dazu drei Vorschläge machen. "Außer Kreuzberg waren das bei mir Köpenick und Biesdorf", sagt Dirk Weidner.

Der Berlin Song Contest fand im 2014 zum ersten Mal statt und wurde gleich zu einem Erfolg. In diesem Jahr hat sich das Interesse noch einmal gesteigert. 70 Sänger oder Gruppen haben sich beworben. Eine Jury wählte 20 aus. Jeweils zehn werden zu den beiden Halbfinals antreten. Dirk Weidner ist am 10. April an der Reihe. Die fünf Besten jeder Veranstaltung kommen ins Finale.

Der Kreuzberger Vertreter kennt das Procedere bereits. Im vergangenen Jahr hat er für Moabit mitgemacht - nur mit seiner Gitarre. Weil er aber feststellte, dass manche Showeffekte beim Publikum gut ankommen, hat er in dieser Richtung nachgerüstet. Seine Vorstellung wird von Artisten begleitet.

"Junge Riesen" heißt sein Song, wie immer eine Eigenkomposition. Er handelt davon, das Leben selbst in die Hand zu nehmen und Dinge anzupacken. Wer sich das vornimmt, der wird zum "jungen Riesen." Vor Kurzem hat er das Lied online gestellt. Der Clip dazu entstand im Treptower Park.

Eine Botschaft, die eigentlich gut zu Kreuzberg passt. Dirk Weidner sieht das allerdings etwas differenziert. Von einem völlig selbstbestimmten Agieren und entspannten Lebensgefühl könne in seinem Wohnumfeld nicht unbedingt die Rede sein, findet er. Dagegen stehen schon allein die ständigen Auseinandersetzungen im Görlitzer Park. "Es ist hier eher ziemlich stressig".

Seinen Musikstil definiert er als Alternativpop. Man könne ihn auch in der Kategorie Singer-Songwirter verorten. Anklänge gebe es aus verschiedenen Richtungen. Auch einige Vorbilder fallen ihm ein. Herbert Grönemeyer zum Beispiel. Und vor allem Sting.

Der gebürtige Franke beschreibt die Musik als seine große Passion. "Hier verwirkliche ich das, was mir vorschwebt und was ich ausdrücken will." Zu dieser Philosophie gehört auch, dass er seine Ausbildung nicht in diesem Bereich, sondern als Schauspieler absolviert und in den vergangenen Jahren häufig auf Theaterbühnen agiert hat. Etwa als Ensemblemitglied der Uckermärkischen Bühnen in Schwedt. "Dort habe ich auch ein Musical geschrieben". Und im Sommer ist er im Musical "Der Hauptmanns von Köpenick" am Köpenicker Rathaus zu sehen.

Vorher kommt aber erst einmal der Berlin Song Contest. Wenn Dirk Weidner den Wettbewerb für sich entscheiden würde, wäre das auch eine Art Titelverteidigung. Denn im vergangenen Jahr trat die Siegerin Lili Sommerfeld auch für Kreuzberg an.

Die Halbfinals am 10. und 11. April im BKA-Theater, Mehringdamm 34, beginnen jeweils um 20 Uhr. Der Eintritt kostet 18 Euro. Wer beide Veranstaltungen besucht, bezahlt für die zweite nur 13 Euro. Karten unter t 202 20 07 oder E-Mail: tickets@bka-theater.de.

Beim Finale am 19. April um 20 Uhr im SchwuZ, Rollbergstraße 26 in Neukölln, beträgt der Preis ebenfalls 18 Euro, beziehungsweise 13 Euro für Besucher, die bereits beim Halbfinale dabei waren. Die Karten dafür sind unter www.tixforgigs.com erhältlich.
Thomas Frey / tf
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