Handschriften aus acht Jahrhunderten im Jüdischen Museum

Kreuzberg. Die weltweit größte Privatsammlung hebräischer Handschriften ist seit dem 4. April im Jüdischen Museum zu sehen. Sie gehört dem Unternehmer René Braginsky und umfasst rund 120 Exponate. Die ältesten datieren aus dem 13. Jahrhundert.

Besonders bedeutend ist beispielsweise eine im Jahr 1355 entstandene Abschrift des Gesetzeskodex "Mischne Tora" von Moses Maimonides. Das Werk gilt bis heute als wichtigste Zusammenfassung der jüdischen Religionsgesetze. Nach Stationen in Amsterdam, New York, Jerusalem und Zürich sind die Schriften unter dem Titel "Die Erschaffung der Welt" zum erstmals in Deutschland zu sehen. Außerdem werden die Schätze im Jüdischen Museum zum letzten Mal öffentlich präsentiert, ehe sie wieder in die Privatbibliothek des Sammlers zurückkehren.

Die Ausstellung läuft bis zum 3. August. Geöffnet ist sie täglich von 10 bis 20, montags bis 22 Uhr. Der Eintritt kostet acht, ermäßigt drei Euro.

Thomas Frey / tf
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