Eine neue Gedenktafel

Kreuzberg. Die bisher zweimal entwendete Gedenktafel für den Widerstandskämpfer Wolfgang Szepansky soll erneut an der Methfesselstraße angebracht werden. Das fordert ein Antrag der SPD-Fraktion, der in der BVV einstimmig angenommen wurde. Wolfgang Szepansky (1910-2008) hatte dort im Sommer 1933 an einer Mauer die Aufschrift "Nieder mit Hitler! KPD lebt! Rot Front!" angebracht. Er wurde kurz darauf verhaftet und kam ins Konzentrationslager Columbia-Haus. Nach einer Haftentlassung floh Szepansky in die Niederlande, wo er nach dem deutschen Einmarsch 1940 an die Gestapo ausgeliefert und im KZ Sachsenhausen sowie zeitweise im Gefängnis in Tegel inhaftiert wurde. Die erste Gedenktafel an der Methfesselstraße war am 11. August 2012 eingeweiht worden. Unbekannte hatten sie im Februar 2015 zerstört, weshalb sie am 2. Mai durch eine neue ersetzt wurde. Nur wenige Wochen später am 26. August 2015 war auch diese Tafel entwendet worden. tf
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