Fraktion Bündnis 90/Grüne legt Liste vor

Auch diese Fassadenkunst an der Ecke Wrangel- und Pücklerstraße möchten die Grünen erhalten. (Foto: Frey)

Kreuzberg. Die Fraktion Bündnis 90/Grüne hat jetzt eine erste Liste mit Gemälden an Hauswänden vorgelegt, die ihrer Meinung nach vor einem Entfernen gesichert werden sollen.

Aufgeführt sind sieben Standorte, alle im sogenannten SO36. Zu den schützenswerten Objekten gehören zum Beispiel die Hausfassade in der Falckensteinstraße vor dem Watergate, eine Brandwand am Spielplatz in der Manteuffelstraße oder das Bild im Kreuzungsbereich Wrangel-/Ecke Pücklerstraße.

Bereits im Mai hatten die Grünen einen entsprechenden Antrag eingebracht. Die Gemälde stammen meist aus der Zeit der Hausbesetzungen in den 1980er Jahren und seien deshalb Ausdruck einer historischen Epoche. Aufhänger für den Vorstoß waren die Pläne eines Sportartikelherstellers, ein Wandbild an der Ecke Waldemar- und Adalbertstraße durch ein großflächiges Werbeplakat zu überdecken.

Wie sich die Forderung allerdings konkret umsetzen lässt, ist bisher noch unklar. Eine Möglichkeit wäre, die Bilder unter Denkmalschutz zu stellen, aber auch hier bleibt die Frage, ob das an allen Stellen durchsetzbar ist. Eventuell greift auch das Urheberrecht, wobei dafür zunächst der oder die jeweiligen Künstler ausfindig gemacht werden müssten. Am besten wäre es, wenn es bei den Gebäuden zu Vereinbarungen mit den jeweiligen Hausbesitzern kommen könnte, finden auch die Grünen. Die müssten dazu natürlich bereit sein.


Thomas Frey / tf
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