"Weitgehend friedlich": Bilanz des 1. Mai

Kreuzberg. 72 Festnahmen und 32 verletzte Polizisten hat es am 1. Mai gegeben.

Der Tag der Arbeit kommt noch immer nicht ohne solche Zahlen aus, auch wenn sie im Vergleich zur Vergangenheit deutlich gesunken sind. Innensenator Andreas Geisel (SPD) und Polizeipräsident Klaus Kandt sprachen von einem weitgehend friedlichen Maibeginn. Sie verteidigten die Entscheidung, die in diesem Jahr nicht angemeldete sogenannte "Revolutionäre 1. Mai Demo" um 18 Uhr durch das Myfest ziehen zu lassen. Sie zu verbieten wäre von der Rechtslage nicht gedeckt gewesen und hätte mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Gewalt geführt. So aber sei auch diese Provokation ins Leere gelaufen.

Gerade im Verlauf dieser Demonstration mit rund 10 000 Teilnehmern ist es zu einigen Auseinandersetzungen gekommen. Steine und Feuerwerkskörper flogen. Die Polizei begleitete den Aufzug mit einem Großaufgebot. Insgesamt waren am Maifeiertag mehr als 5000 Beamte im Einsatz.

Geschätzt bis zu 200 000 Menschen besuchten im Laufe des Tages das Myfest. Teilweise mussten die Zugänge gesperrt werden. tf
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