Anwohner der Dieffenbachstraße fordern Verkehrsberuhigung

Ein "liegender Polizist" in der Dieffenbachstraße. (Foto: Frey)

Kreuzberg. In der Dieffenbachstraße verschwanden vor kurzem sechs Fahrbahnschwellen, sogenannte "liegende Polizisten". Sie waren kaputt.

Mehrere Anwohner sind darüber aber nicht glücklich und fordern einen schnellen Ersatz. Denn durch die Hindernisse seien die Autofahrer zu langsamem Fahren gezwungen.Das Bezirksamt versprach bei der Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klimaschutz Verkehr und Immobilien am 11. September, noch in diesem Jahr vier bis fünf neue Schwellen einzubauen.

Allerdings nicht mehr in Form von liegenden Polizisten, also längliche Rechtecke, sondern als eher quadratische Asphaltkissen. Die kosten mit etwa 1000 Euro pro Stück zwar mehr, als die bisherige Variante, die nur rund 600 Euro teuer ist. Allerdings sind die liegenden Polizisten anfälliger für Schäden. Jedes Teil hat in den vergangenen zehn Jahren Reparaturen von ungefähr 3000 Euro verursacht.

Auf welche Art die Autofahrer zum Bremsen veranlasst werden, ist den Bewohnern der Dieffenbachstraße einigermaßen egal. Hauptsache, das passiere überhaupt. Anders scheinen das die Besatzungen der Rettungsfahrzeuge zum Urbankrankenhaus zu sehen. Denen wäre es am liebsten, die Schwellen würden verschwinden, erklärte Axel Koller, Leiter der Abteilung Tiefbau und Landschaftsplanung. Denn natürlich amüssten auch sie ihre Geschwindigkeit drosseln. Dabei käme es oft auf jede Minute an. Außerdem könne ein Überfahren der Hindernisse selbst mit geringem Tempo bei manchen Patienten zusätzliche Schmerzen verursachen. Argumente, die bei der Entscheidung für die neuen Asphaltkissen aber kaum eine Rolle spielten. Man könne es eben nicht allen recht machen, so die Begründung.


Thomas Frey / tf
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