Arbeiten aus der Wall-StreetGallery

Peter Unsickers Masken in der Aussellung. (Foto: Frey)

Kreuzberg. Noch bis zum 5. Januar sind in der Markthalle am Marheinekeplatz Arbeiten des Künstlers und Galeristen Peter Unsicker zu sehen.

Unsicker wurde in den späten 1980er Jahren nicht zuletzt wegen der Adresse seiner Arbeits- und Ausstellungsräume bekannt. Sie befand sich an der Zimmerstraße, unweit des Checkpoint Charlie und damit direkt an der Mauer. West-Berlin endete auf der obersten Stufe zum Eingang der Galerie. Zwischen dem Haus und dem etwa fünf Meter entfernten Betonwall patroullierten amerikanische Soldaten. Der Standort bedeutete für Unsicker gleichzeitig eine künstlerische Herausforderung. Bei seiner ersten Aktion 1986 brachte er Gipsmasken an der Mauer an und nannte das Werk "Arbeit der Verdorbenen". Die Folge war ein skurriler Besuch in Ost-Berlin, dem er die Installation "Spiegelzimmerstraße" folgen ließ. Dieses Mal bestand seine Kunst an der Grenzbefestigung aus Spiegelsplittern.

Diese und weitere Skulpturen, Abdrücke, Bilder und Objekte aus inzwischen 26 Jahren Wall-StreetGallery zeigt die Ausstellung. Sie ist Montag bis Freitag von 8 bis 20, Sonnabend von 8 bis 18 Uhr geöffnet.


Thomas Frey / tf
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