Grüne gegen Grüne

Kreuzberg. Die Situation in der besetzten Gerhart-Hauptmann-Schule sowie auf dem Oranienplatz hat zuletzt zu einer innerparteilichen Auseinandersetzung bei den Grünen geführt. Ausgangspunkt waren Aussagen von Ramona Pop, einer der beiden Fraktionssprecherinnen im Abgeordnetenhaus in der Berliner Zeitung. Sie hatte darin unter anderem die Zustände in der Schule als unhaltbar bezeichnet und den Bezirk aufgefordert, die Menschen mit ihren Problemen nicht länger sich selbst zu überlassen. Von Parteifreunden aus Friedrichshain-Kreuzberg gab es daraufhin teilweise heftige Kritik. Der Kreuzberger Abgeordnete Dirk Behrendt verwahrte sich gegen "unerbetene Ratschläge." Bürgermeisterin Monika Herrmann kommentierte: "Die Gute ist herzlich eingeladen, mitzumachen - freitags ist immer Plenum in der Schule." Einige Grüne aus anderen Bezirken stellten sich dagegen hinter die Fraktionsvorsitzende. Der Landesvorsitzende Daniel Wesener, ebenfalls aus Kreuzberg, war wiederum bemüht, den Streit möglichst schnell zu beenden. Die Äußerungen von Pop wertete er als unglücklich. Deutlich gemacht hat der Schlagabtausch: Innerhalb der Bündnispartei in Berlin sind nicht alle glücklich mit der Flüchtlingspolitik des Grün dominierten Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg.


Thomas Frey / tf
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