Grüne wollen einen Teil der Manteuffelstraße für Autos sperren

Kreuzberg. Beete blühen. Bänke laden zum Verweilen ein. Es gibt Spiel- und Sportmöglichkeiten, etwa eine Boulebahn. Und natürlich eine Grünfläche.

Dieses idyllische Biotop mitten in der Großstadt malt die Fraktion Bündnis90/Grüne in einem Antrag, den sie am 23. Oktober in die BVV einbrachte. Entstehen soll die Naturoase dort, wo jetzt noch Autos entlangfahren. Auf der Fahrbahn der Manteuffelstraße.Sie soll zwischen der Skalitzer- und der Naunynstraße zu einer "beruhigten Kiezstraße" umgewandelt werden, fordern die Grünen. Was nichts anderes heißt als ein Durchfahrtverbot für den motorisierten Individualverkehr. Damit werde gleichzeitig die unfallträchtige Kreuzung Oranien-/Manteuffel- und Skalitzer Straße entschärft und außerdem der nördliche Teil der Manteuffelstraße von Autos entlastet.

Ihre Idee hat die Bündnispartei bereits im Sommer den Anwohnern vorgestellt und dort nach eigenen Angaben große Zustimmung geerntet. Viele Vorschläge wie die autofreie Fläche dann genutzt werden könnte, seien von dort gekommen. Deshalb wird das Bezirksamt aufgefordert, die Initiative zu unterstützen und bis Sommer 2014 über konkrete Ergebnisse zu berichten.

Ein Auftrag, der sich vor allem an den Grünen Baustadtrat Hans Panhoff richtet. Der will dem auch nachkommen und sieht durch die Umwidmung von 120 Meter Straße auch keine Gefahr, dass deshalb der Verkehr zusammenbricht. Gleichwohl gebe es natürlich einiges zu bedenken, erklärt der Stadtrat. Etwa, ob es wirklich möglich sei, die Straße für Fahrzeuge aller Art unpassierbar zu machen. Auch für die Müllabfuhr oder Rettungswagen? Untersucht werden müsse außerdem, ob sich dieser Abschnitt am besten eigne. "Möglicherweise wäre der Bereich zwischen Naunyn- und Muskauer Straße besser." Grundsätzlich sei die Idee unterstützenswert, "auch wenn ein Antrag selten in Reinform umgesetzt wird." Ohnehin wird darüber zunächst in den zuständigen Ausschüssen weiter beraten.

Die Grünen hatten bereits im Vorfeld deutlich gemacht, dass sie sich solche autofreien Zonen auch an anderen Stellen im Bezirk vorstellen könnten.


Thomas Frey / tf
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