In der Stresemannstraße müssen noch Kabel umgelegt werden

Kreuzberg. Seit Oktober erweitern die Berliner Wasserbetriebe den Mischwasserkanal unter der Stresemannstraße. Der Abschnitt zwischen der Großbeeren- und der Wilhelmstraße sollte eigentlich im Januar fertig sein. Aber es wird länger dauern.

Schuld daran ist ein Hindernis, mit dem vorher anscheinend nieman gerechnet hatte. Denn direkt vor der SPD-Parteizentrale, dem Willy-Brandt-Haus, queren Strom- und Telekommunikationskabel die neue Kanalstrecke. "Das Problem ist, dass die Kabel tiefer als vermutet verlaufen und deshalb nicht unterwandert werden können", sagt Wasserbetriebe-Sprecherin Astrid Hackenesch-Rump. Sie müssen deshalb umgelegt werden.Das zieht wiederum weitere Verzögerungen und Einschränkungen nach sich. Denn wegen der Kabel-Umleitung muss auch die bisher offene Gegenfahrbahn der Stresemannstraße gesperrt werden. Wann das passiert ist noch nicht klar. "Derzeit reden wir darüber mit der Verkehrslenkung Berlin und der BVG. Denn betroffen wäre auch die Buslinie M 41, die in südlicher Richtung durch die Stresemannstraße fährt. In der Gegenrichtung verkehrt der Bus bereits ersatzweise über die Wilhelm- und Hedemannstraße.

Bereits bevor diese Probleme bekannt wurden hatte sich eine Leserin wegen der Baustelle an die Berliner Woche gewandt. Sie wollte wissen, wieso dort an vielen Tagen nichts passiert und wie lange Passanten das Überqueren der Stresemannstraße weiter nur an wenigen Stellen möglich ist.

Zwischen Großbeeren- und Hedemannstraße sind die Arbeiten im Untergrund zwar abgeschlossen, allerdings ist die Fahrbahndecke noch nicht fertig, erklärt Astrid Hackenesch-Rump. Schuld daran ist die kalte Witterung. "Das geht nur bei Plustemperaturen."

In einem dritten Abschnitt sollen auch entlang der Wilhelmstraße zwischen Stresemannstraße und Halleschem Ufer neue Kanalrohre eingesetzt werden. Dieses Teilstück und damit das gesamte Vorhaben hätte eigentlich im Frühjahr beendet sein sollen.

Die Rohre werden künftig mehr als doppelt so groß als bisher sein. Sie können dann bei Regen mehr Wasser aufnehmen. Damit gelangt weniger verdünntes Abwasser in den Landwehrkanal.


Thomas Frey / tf
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