Interessenten beteiligen sich nicht

Kreuzberg. Der Verlauf des Interessenbekundungsverfahrens für die ehemalige Gerhart-Hauptmann-Schule in der Reichenberger Straße, ist von mehreren Organisationen im Kiez kritisiert worden.

In einem offenen Brief an Bürgermeister Dr. Franz Schulz (B 90/Grüne) bemängeln sie unter anderem, dass Anfragen von ihrer Seite mehr als sechs Wochen vom Bezirksamt nicht beantwortet wurden. Erst nach der Besetzung des Gebäudes durch Unterstützer der Flüchtlinge vom Oranienplatz am 8. Dezember sei das kurz und mit dem Hinweis auf das neue Interessenbekundungsverfahren passiert. Der Bezirk rief bis 15. Januar zur Teilnahme an diesem Verfahren auf. Zur Teilnahme eingeladen wurden ausdrücklich auch die Besetzer, denen, wie berichtet, bis Ende März ein Bleiberecht in der Schule eingeräumt wurde. Auch die im Brief aufgeführten Vereine und Initiativen sind an einer Nutzung des Gebäudes interessiert und würden dort gerne ein Nachbarschaftszentrum einrichten. Sie haben sich aber an der Ausschreibung bisher nicht beteiligt, sondern verlangen zunächst ein transparentes Verfahren.

Unterzeichnet haben das Schreiben unter anderem das Nachbarschaftshaus Urbanstraße, die Bürgerinitiative Kiezwandler, die Berliner Turnerschaft Kooperation und die Zuhause im Kiez gGmbH, die in einem Teil des Gebäudekomplexes den Drogenkonsumraum Fixpunkt betreibt.


Thomas Frey / tf
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