Luftpost-Ausstellung der Lenau-Schule

Auf Plakaten zeigten die Kinder der Lenau-Schule, wo die Karten an ihren Luftballons gefunden wurden. (Foto: Frey)

Kreuzberg. "Heute Abend beim Spaziergang habe ich euer Luftpostgedicht gefunden. Es lag bei einem kleinen Bach."

So steht es in einem von mehr als 30 Briefen, die seit vergangenen Mittwoch, 17. Oktober, im Rathaus Kreuzberg in der Yorckstraße 4-11 nachgelesen werden können. Ihre Absender kamen aus Neuruppin ebenso, wie aus Norwegen.Denn alle diese Menschen fanden Karten, die bei einer Luftballonaktion der Lenau-Schule auf die Reise geschickt worden waren. Das war am 11. November 2011. 350 Ballons stiegen damals in die Höhe. Offensichtlich von einem Südwestwind angetrieben, flogen sie in Richtung Nordosten. Von dort kamen auch bereits nach einem Tag die ersten Nachrichten. Finder meldeten sich aus dem brandenburgischen Umland ebenso, wie aus Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein oder Dänemark. Die Luftpost wurde am Ostseestrand, im Wald oder auf Feldern entdeckt. Und nicht immer sofort. "Eure Karte war schon von Mäusen angeknabbert", hieß es beispielsweise in einer Nachricht.

Sie kam, wie auch einige andere aus Norwegen. Und von dort meldete sich erst im September, also zehn Monate nach dem Start der Ballons, auch der Finder der am weitesten geflogenen Luftpost. Sie wurde in einem Dorf nördlich von Oslo entdeckt, exakt 1144 von Kreuzberg entfernt.

Alle diese Geschichten können die Besucher jetzt in der Ausstellung nachlesen. Sie erfahren auch mehr über die Luftballonaktion, die es seit fünf Jahren im Rahmen des Lesefests an der Lenau-Schule gibt. Der Termin in diesem Jahr ist am Freitag, 2. November.

Die Ausstellung im Rathaus ist noch bis 9. November zu sehen. Die Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag von 9 bis 19, Sonnabend, 9 bis 14 Uhr.

Thomas Frey / tf
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