Mann an Imbiss angegriffen

Kreuzberg. Beamte des Spezialeinsatzkommandos haben am Morgen des 7. April die besetzte ehemalige Gerhart-Hauptmann-Schule in der Reichenberger Straße durchsucht und drei Männer vorläufig festgenommen.

Hintergrund des Einsatzes war der Anruf eines 33-jährigen Mannes in der Ohlauer Straße, der kurz zuvor an einem Imbiss von insgesamt sechs Personen bedroht worden war. Einer versuchte ihn mit einem Messer zu attackieren. Der Mann versuchte den Imbisswagen zu verschließen und attackierte den Haupttäter mit einem Holzknüppel. Daraufhin flüchteten die Angreifer in das besetzte Haus. Wegen der "Bewaffnung der Männer sowie der Unübersichtlichkeit des Gebäudes", so die Polizei, wurden Beamte des SEK hinzugezogen, die die Schule nach den Tätern durchsuchten. Für dieses Vorgehen war zuvor ein richterlicher Beschluss eingeholt worden. Da die Türen nicht freiwillig geöffnet wurden, mussten sich die Einsatzkräfte mit einer Ramme Zutritt verschaffen. Sie entdeckten drei mutmaßlich Beteiligte, die nach einer Personalfeststellung wieder auf freien Fuß gesetzt wurden. Den Hauptverdächtige fand das SEK nicht mehr vor. Bei ihm soll es sich um einen 18-Jährigen handeln, der bereits am 4. April den 33-Jährigen mit einem Messer verletzt hatte.

Die Gerhart-Hauptmann-Schule ist von Unterstützern des Asylbewerbercamps am Oranienplatz besetzt. Seither befinden sich eine schwer zu feststellende Zahl von Flüchtlingen und Aktivisten in dem Gebäude. Der Bezirk hat die Besetzung zunächst bis Ende März geduldet, diese Frist aber inzwischen auf unbestimmte Zeit verlängert.


Thomas Frey / tf
0
Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden