Roboter schreibt Tora-Rollen

Kreuzberg. Im Jüdischen Museum, Lindenstraße 9-14, ist bis 11. Januar 2015 eine besondere Installation zu sehen: Ein für hebräische Buchstaben programmierter Industrieroboter, der im kommenden halben Jahr zwei Tora-Rollen herstellt. Ein Mensch braucht allein für ein Exemplar ein Jahr. Das Herstellen des etwa 80 Meter langen Text mit den fünf Büchern Mose ist ein sakraler Akt, der eigentlich nur von einem dafür ausgebildeten Schreiber ausgeführt werden darf. Deshalb können die Roboter-Rollen auch nicht für den Gottesdienst verwendet werden. Eine davon wird aber später in die Sammlung des Jüdischen Museums aufgenommen. Bis dahin können Besucher den Roboter bei der Arbeit beobachten. Geöffnet ist täglich von 10 bis 20, Montag bis 22 Uhr. Der Eintritt kostet acht, ermäßigt drei Euro. Inszeniert wurde diese Aktion von der Künstlergruppe "robotlab".


Thomas Frey / tf
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