Kiez-Netzwerk Kreuzberg verbindet Unternehmen und soziale Akteure

Anne Jeglinski, Paritätischer Wohlfahrtsverband Berlin, Albrecht von Sonntag, Geschäftsführer idealo.de, und Julia Lehmann, MehrGenerationenHaus, bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages für das Kiez-Netzwerk Kreuzberg. (Foto: Sabine Kalkus)

Kreuzberg. „Das kann nur gut werden!“ Dieser Satz kennzeichnet die Aufbruchstimmung, als die Kooperationsvereinbarung für das neue Kiez-Netzwerk Kreuzberg unterzeichnet wurde.

Gebraucht wird das Netzwerk, um den sozial schwachen Kiez rund um das Quartier Wassertorplatz und Ritterstraße zu stärken. Davon ist nicht nur Albrecht von Sonntag überzeugt. „Das Gewerbe wächst und wächst. An diesen Standort ziehen international geprägte Start-Ups. Gerade diese jungen Unternehmen bringen enormes Potenzial zur Stärkung der Nachbarschaft mit.“ Doch wer sind die Nachbarn und was macht den Standort für die Menschen, die hier wohnen und arbeiten, lebens- und liebenswerter?

Mit rund 11 000 Einwohnern aus über 65 Nationen liegt der Anteil der Bewohner mit Migrationshintergrund im hohen zweistelligen Bereich. Auch der Arbeitslosenanteil und die Kinderarmut sind große Probleme. „Kiez-Netzwerk Kreuzberg – Gemeinsam für einen starken Kiez“ will jetzt Unternehmen jeder Größe, und gemeinnützige Organisationen und soziale Einrichtungen zusammenbringen.

Deshalb sitzen Albrecht von Sonntag, Geschäftsführer des Vergleichsportals idealo.de mit Anne Jeglinski vom Paritätischen Wohlfahrtsverband Berlin und Julia Lehmann vom MehrGenerationenHaus Wassertor 48 am 18. April an einem Tisch und besiegeln mit ihrer Unterschrift die enge Zusammenarbeit. Unterstützt wird das Projekt mit 23 000 Euro von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt. Dadurch kann Nicola Meyer als Projektleiterin arbeiten. Sie freut sich auch schon über reges Interesse der Unternehmen. Zehn hat sie angesprochen und lediglich eine einzige Absage kassiert.

Das Netzwerk versteht sich als Katalysator für neue Ideen und Engagement im Kiez. Es will Projekte anstoßen, die Renovierungs- und Verschönerungsaktionen, Nachbarschaftsfeste oder das Sammeln von Lebensmittel- und Kleiderspenden für soziale Einrichtungen zum Ziel hat. „Ob Mitarbeiter, Räume oder andere Ressourcen, jede Organisation hat etwas anzubieten, eigene Vorstellungen oder Wünsche – es wäre doch dumm, wenn wir diese Angebote nicht für ein lebendiges nachhaltiges Netzwerk nutzen“, heißt es während der feierlichen Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung. sabka
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