"Stadt von Unten" will bei den Planungen mitreden

Schauen fröhlicher drein, als ihnen zumute ist: Aktivisten von "Berlin von unten". (Foto: Schilp)

Kreuzberg. An der Ecke Mehringdamm und Obentrautstraße wurde am 16. Juli eine Mauer aus Pappe gebaut: Mitglieder des Bündnisses "Stadt von Unten" protestierten gegen den geplanten Verkauf des so genannten Dragonerareals an einen Privatinvestor.

Wie berichtet, hat die Bundesanstalt für Immobilienangelegenheiten (Bima) das rund 4,7 Hektar große Areal hinter dem Finanzamt ausgeschrieben. Am 31. Juli läuft die Bewerbungsfrist ab; der Meistbietende soll den Zuschlag bekommen.

Dagegen wehren sich die Mitstreiter von "Stadt von Unten", ein Zusammenschluss vieler Gruppen und Vereine. Sie fürchten, dass Luxuswohnungen auf dem Gelände errichtet werden und wollen bei den Planungen mitreden und -gestalten. Sie fordern einen sofortigen Stopp der Verkaufsverhandlungen mit gewinnorientierten Unternehmen.

In der Vergangenheit ist bereits ein Verkauf geplatzt. Im Jahr 2012 hatte die Bima das Gelände für rund 22 Millionen Euro an die "ABR Real Estate" veräußert. Die Firma wollte hochpreisige Wohnungen errichten. Doch das Bezirksamt, das für die notwendige Änderung des Bebauungsplans zuständig ist, stellte Bedingungen an den Investor - zum Beispiel sollte er für Infrastruktur sorgen und einen bestimmten Prozentsatz der Wohnungen zu sozialverträglichen Mieten anbieten. Schließlich sprang das Unternehmen ab.


Susanne Schilp / susch
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