Unser neuer Spieltipp: „Carnac“

"Carnac" ist ein originelles Denkspiel mit schlanken Regelwerk. (Foto: L.U. Dikus)

Um bei „Carnac“ erfolgreich Steine in die richtige Position zu kippen, sollte man sich zuvor auf gar keinen Fall einen hinter die Binde gekippt haben. Vielmehr braucht es dazu einen klaren Verstand. Auch darf niemand auf Fortunas Beistand vertrauen. Denn bei einem abstrakten Denkspiel hat die Glücksgöttin nun wirklich nichts verloren.

Die beiden Kontrahenten bedienen sich aus einem gemeinsamen Vorrat an Megalithen. Dies sind vollkommen gleiche schwarze Quader mit Symbolen in den beiden Spielerfarben.

Nachdem der Startspieler einen davon senkrecht auf ein beliebiges Feld gestellt hat, darf der Nachziehende diesen in beliebiger Richtung kippen und damit zwei angrenzende Felder bedecken, um sodann seinerseits einen neuen Megalithen einzusetzen. Er kann aber auch auf beides verzichten, sodass sein Gegner einen weiteren Megalithen aufstellen muss.

Stoßen später aus der Draufsicht mindestens drei Symbole einer Farbe aneinander, bilden diese einen Dolmen. Deren Anzahl ist für der Wertung am Schluss entscheidend. Lediglich bei einem Gleichstand kommt es auf ihre Größe an. Deshalb ist jeder grundsätzlich bemüht zu verhindern, dass Dolmen seiner Farbe zusammenwachsen.

Sobald der Vorrat an Megalithen aufgebraucht ist oder es keine freien Felder mehr gibt, endet die Partie. Je kleiner der gewählte Spielplan, desto schneller ist dieser Punkt erreicht. Interessant zu erleben ist, welch starken Einfluss die Größe des Spielplans auf Strategie und Taktik ausübt.

Mit einer tollen Optik von Cover und Material ist der Verlag der originellen Spielidee voll gerecht geworden. Zur angenehmen Atmosphäre trägt außerdem bei, dass es nicht um das Schlagen gegnerischer Steine geht. Angesichts des schlanken Regelwerks braucht sich auch niemand überfordert zu fühlen. L.U. Dikus

„Carnac“ von Emiliano Venturini; HUCH! & friends; 10 Teilnehmer ab 8 Jahren; 20-40 Minuten; circa 25 Euro.
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