Landwehrkanal teilweise gesperrt: Bis Ende Juni gibt es dort Bauarbeiten

In Höhe des Prinzenbads ist der Landwehrkanal relativ schmal und die Uferbefestigung besonders schadhaft. (Foto: Thomas Frey)

Kreuzberg. In den kommenden Wochen kann es für den Schiffsverkehr auf dem Landwehrkanal teilweise eng werden.

Bis Ende Juni finden auf der Wasserstraße Bauerkundungsarbeiten statt. Das bedeutet, an verschiedenen Stellen kann der Kanal zwischen 6 und 10 Uhr abschnittsweise gesperrt werden. Die Einschränkungen betreffen den Bereich von der Mündung in die Spree in Charlottenburg bis zum Urbanhafen in Kreuzberg.

Nach Angaben des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) werden während dieser sechs Wochen 29 Drucksondierungen und zehn Bohrungen im Gewässerbett durchgeführt. Außerdem erkunden Taucher den Kanal auf Kampfmittel. Wobei das nur die erste und nicht einmal umfangreichste Erkundungsphase ist. Die aktuellen Arbeiten würden sich auf die Bereiche beschränken, die wegen ihrer Schäden vorrangig zu planen seien, heißt es vom WSA. Der Hauptteil werde im Winter 2017/18 stattfinden.

Die Bohrungen und Sondierungen sind wiederum eine Art Vorbereitung für die große Sanierung des Landwehrkanals. Gleiches gilt auch für das Ausweisen einer 85 Meter Teststrecke, die voraussichtlich ab November auf Höhe des Prinzenbades eingerichtet wird. In diesem Bereich gebe es besonders viele Schäden an der Uferbefestigung. Dort soll deshalb ausprobiert und erkundet werden, auf welche Weise sie sich am besten beseitigen lassen. Erfahrungen, die dann in das Großvorhaben einfließen. Dessen Beginn wird sich allerdings verzögern, wie Projektleiter Christoph Bonny bei einer Informationsveranstaltung mitteilte. Das Planfeststellungsverfahren beginne erst im August 2019 statt wie bisher vorgesehen 2018. Dafür werden zwei Jahre veranschlagt. Baustart sei deshalb erst Ende 2021 und damit zwölf Monate später. Die Fertigstellung ist dagegen weiter für das Jahr 2030 terminiert. tf
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