Weniger Müll beim Essen: In der Rathauskantine startete das Tiffin-Projekt

Casinobetreiber Jürgen Palla mit der Tiffin-Box. (Foto: Thomas Frey)
Berlin: Casino im Rathaus Kreuzberg |

Kreuzberg. Edelstahl statt Einweg – das ist der neue Slogan für einen ökologisch-korrekten Mittagstisch.

Ausprobiert werden kann das seit 29. Februar in der Kantine "Casino im Rathaus Kreuzberg", Yorckstraße 4-11. Dort startete das "Tiffin-Projekt", eine Berliner Initiative zur Müllvermeidung.

Und so funktioniert das Ganze: Wer im Casino sein Menü zum Mitnehmen ordert, kann es sich jetzt, statt mit Alufolie verpackt und in einer Plastiktüte transportiert, in einer Art Henkelmann-Box aushändigen lassen. Vorher muss sich der Gast kostenlos registrieren. Der Behälter kann und soll natürlich mehrfach benutzt werden.

Entstanden ist die Idee unter anderem im Rahmen der Klimakooperation zwischen Friedrichshain-Kreuzberg und seiner Partnerstadt San Rafael del Sur in Nicaragua. Denn der Plastikmüll ist inzwischen weltweit ein Problem.

Auch Kantinenbetreiber Jürgen Palla findet das Projekt grundsätzlich gut. Allerdings hält er die Henkelmann-Variante aus naheliegenden Gründen nicht für die beste Lösung. Denn sie eignet sich zwar ganz gut für Suppen und Eintöpfe, schwieriger wird es aber bei Fleisch- oder Fischgerichten mit Beilage. Eine breitere und gleichzeitig flachere Box wäre da besser. "Aber wir sind mal wieder Vorreiter", sagt Palla. Denn sein Casino ist die erste Verköstigungsstätte in einem Bezirksamt mit dieser nachhaltigen Speisenausgabe. tf
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