Ärger über lange Bauzeit an Sieversbrücke

Die Sieversbrücke in Lankwitz wird seit Jahren saniert. Durch die Bauarbeiten kommt es zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen. (Foto: Menge)
Berlin: Sieversbrücke |

Lankwitz. Die Sieversbrücke über den Teltowkanal wird seit 2013 saniert. Seit dem kommt es in der Kaiser-Wilhelm-Straße, die über die Brücke führt, zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen. Das nervt nicht nur die Autofahrer. Auch Anwohner ärgern sich über die lange Bauzeit.

Vor fast genau einem Jahr konnte der erste Bauabschnitt endlich abgeschlossen werden. Es kam zu deutlichen Verzögerungen der Bauzeit, weil wichtige Unterlagen zum Bauwerksbestand fehlten. „Für den zweiten Bauabschnitt waren wir aber gewappnet und konnten die Probleme entsprechend umgehen“, informiert Wolf Laule, Sachbereichsleiter beim zuständigen Wasserstraßen-Neubauamt Berlin. Laule kündigt auch einen Abschluss der Bauarbeiten für Dezember des Jahres an. Hunderprozentig zusichern könne man das jedoch nicht. „Es gibt keine Garantie dafür, dass alles glatt geht.“

Bisher verlaufen die Arbeiten des zweiten Bauabschnittes nach Plan. In den vergangenen Wochen wurde hauptsächlich an den Tragwerken gearbeitet. Das bedeutet, dass der größte Teil der Arbeiten unter der Brücke stattgefunden habe. Das sei auch der Grund, dass man auf der Brücke kaum Bautätigkeiten beobachten konnte, erklärt Laule.

Gerade betoniert

Er reagiert damit auf die Vorwürfe von Anwohnern und Autofahrern, die Sanierungsarbeiten auf der Brücke würden stagnieren. Gerade erst sei die Schlepp-Platte – also der Übergang zwischen Brückenkonstruktion und normaler Straße - betoniert worden.

Bei der Sieversbrücke handelt es sich um eine wichtige Verbindung zwischen Steglitz und Lankwitz. Täglich überqueren rund 30 000 Fahrzeuge den Teltowkanal. Weil die Tragfähigkeit der Brücke eingeschränkt war, ist der Verkehr seit 2009 auf der jeweils rechten Fahrspur auf 18 Tonnen Traglast beschränkt. Auf der jeweils linken Spur waren nur 7,5 Tonnen zugelassen. Daher entschied sich die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes als Eigentümer der Brücke für eine Grundinstandsetzung der Anlage. Damit soll die volle Tragfähigkeit auf Dauer wiederhergestellt werden.

Dem motorisierten Verkehr steht bis zum Bauende nur jeweils eine Fahrspur pro Richtung zur Verfügung.

Insgesamt fließen 3,2 Millionen Euro in die Sanierung der Brücke. Die Kosten teilen sich der Bund und das Land Berlin mit jeweils rund 1,3 Millionen Euro. Die Leitungsbetreiber beteiligen sich mit 600 000 Euro. KM
0
Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.