Peter-Frankenfeld-Schule feiert 30-jähriges Bestehen

Schüler, Eltern und Lehrer der Peter-Frankenfeld-Schule beim Frühjahrsputz. (Foto: Kahle)

Lankwitz. Die Peter-Frankenfeld-Schule, Wedellstraße 26, befindet sich in einer Sackgasse - doch dies nur geografisch gesehen. Seit 30 Jahren werden hier Kinder und Jugendliche in ihrer geistigen Entwicklung erfolgreich gefördert.

Und da der Namenspatron der Schule vor 100 Jahren geboren wurde, gibt es gleich zwei Gründe zum Feiern. Mit einem Festakt am 31. Mai und einem Sommerfest am 1. Juni unter dem Motto "Vergissmeinnicht - Peter-Frankenfeld-Schule: 30 Jahre - Musik ist Trumpf" werden beide Ereignisse begangen. "Zum Sommerfest von 14 bis 17 Uhr auf dem Schulgelände sind natürlich auch die Nachbarn willkommen", sagt Lehrerin Gabi Brendler."Seit Monaten bereiten sich die Kinder und Jugendlichen, die Eltern sowie die Mitarbeiter der Schule auf das Jubiläum vor", erklärt Heike Bardohn, Lehrkraft und Schatzmeisterin des Fördervereins. Sie gründeten ein Festkomitee. Eine Sonderzeitung wurde erstellt. Die Proben für das Festprogramm laufen auf Hochtouren. In einer Projektwoche wurde das Schulgelände gesäubert und verschönert. Mit Sponsorenläufen sammelten die Schüler über 400 Euro für ihr großes Fest.

Einer, der behinderten Menschen als erster eine breite Lobby schenkte, war der Entertainer Peter Frankenfeld (1913-1979), ein gebürtiger Berliner. Vor allem mit seinen Fernsehsendungen "Vergissmeinnicht", "Aktion Sorgenkind" und "Musik ist Trumpf" erreichte er Millionen Fernsehzuschauer und spielte Millionen D-Mark zur Unterstützung behinderter Menschen ein. So ist es kein Zufall, dass sich die Schule um seinen Namen bemühte und in ihrem 30-jährigen Bestehen zugleich seinen 100. Geburtstag festlich begeht. Frankenfelds Sohn Thomas ist Ehrengast am 31. Mai. Er steuerte eine Ausstellung über Leben und Werk seines Vaters bei.

"Die Peter Frankenfeld-Schule versteht sich als Lern-, Lebens- und Handlungsort für aktuell über 80 Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 19 Jahren, bei denen ein Förderbedarf im Bereich geistige Entwicklung vorliegt", erläutert Lehrerin Liane Niehaus-Busch. Die meisten von ihnen kommen aus Heimen. Umso wichtiger ist es, dass sie von den 71 Mitarbeitern - Lehrer, Erziehern, Betreuern, Logopäden, Ergotherapeuten und technischen Kräften - eine liebevolle Betreuung erfahren. Unterstützt werden die Mitarbeiter durch engagierte Eltern und den Förderverein der Schule, der Spenden einwirbt und sich um Sponsoren bemüht.


Michael Kahle / m.k.
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