Wenn die Halsschlagader verengt ist

Dr. med. Christian Wintzer, Chefarzt der Fachabteilung Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin des St. Marien-Krankenhauses Berlin, spricht über die Risiken einer Halsschlagaderverengung und klärt über Symptome und Behandlungsmöglichkeiten auf.

Ein Schlaganfall kann auch durch eine Verengung der Halsschlagader hervorgerufen werden. Was sind erste Symptome?

Dr. Wintzer: Z.B. eine kurzzeitige Blindheit. Die Patienten können dann auf dem Auge der betroffenen Seite nichts oder schlechter sehen. Das wird durch den Transport von Gerinnsel-Teilen in die Augenschlagader ausgelöst. Wenn solche Teile in die Gehirnschlagadern transportiert werden, kann es zu kurzzeitigen Ausfällen des Gefühls oder der Beweglichkeit der gegenüberliegenden Körperhälfte kommen. Es ist wichtig, diese Frühzeichen einer Halsschlagaderverengung als das zu erkennen, was sie sind, nämlich leichte Vorboten eines drohenden Schlaganfalls.

In welchem Alter treten die meisten Schlaganfälle auf und gibt es Risikogruppen?

Dr. Wintzer: Die meisten Schlaganfälle treten bei Patienten im höheren Lebensalter auf. Dabei verstärken bestimmte Risikofaktoren die Wahrscheinlichkeit für eine Halsschlagader-Enge noch: starkes Rauchen, erhöhte Blutfettwerte, erhöhter Blutdruck und ein Diabetes mellitus sind solche Faktoren. Auch Patienten, die an einer Arterienverkalkung der Beinschlagadern oder der Herzkranzgefäße leiden, sollten sich zur Vorsorgeuntersuchung in einem entsprechenden Gefäßzentrum vorstellen.

Wie können Sie Patienten mit einer hochgradigen Einengung helfen?

Dr. Wintzer: Patienten mit einer hochgradigen und vor allem solche mit einer symptomatischen Halsschlagader-Enge können mittels Ultraschall untersucht und dann ggf. operativ behandelt werden.

Was ist Ihnen in Ihrem Beruf als Mediziner wichtig?

Dr. Wintzer: Für mich ist die individuelle Betreuung meiner Patienten besonders wichtig. Da jeder Patient eigene Bedürfnisse und Voraussetzungen mitbringt, ist eine spezifische Beratung und Therapie für jeden einzelnen Patienten wichtig. Ich wünsche mir mündige Patienten, die über ihre Erkrankung gut informiert sind, und die über die erforderlichen Schritte in der Diagnostik und Therapie mitentscheiden können.

Mehr zum Thema erfahren Sie gern in der Informationsveranstaltung, am 6. März um 17.30 Uhr im Bildungszentrum des St. Marien-Krankenhauses Berlin, Gallwitzallee 123-143, 12249 Berlin, 767 83-489. Infos: www.marienkrankenhaus-berlin.de.

PR-Redaktion / P.R.
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