Käseglocke gerät in Schieflage

Die Kinder- und Jugendeinrichtung "Käseglocke" braucht Hilfe. Sie ist auf Spenden angewiesen. (Foto: K. Rabe)
Berlin: Käseglocke |

Lankwitz. Die Käseglocke an der Leonorenstraße kämpft ums Überleben. Aufgrund des nassen Sommers erzielte die Kinder- und Jugendeinrichtung keine Einnahmen aus den traditionellen Trödelmärkten. Daher hat der Trägerverein Spiel&Action eine Spendenaktion ins Leben gerufen.

Der gemeinnützige Verein besteht seit 1996 und bietet in der sogenannten Käseglocke ein umfangreiches Freizeit- und Betreuungsangebot für Kinder aus dem Kiez an. Ob Suppenküche, Ferien- und Hausaufgabenbetreuung oder zahlreiche Freizeitaktivitäten – das Angebot ist meist kostenlos und wird unter anderem über Spenden aber auch durch Einnahmen aus Trödelmärkten finanziert. Der verregnete Sommer hat diese Geldquelle versiegen lassen.

„Jeder unserer Trödelmärkte fiel in diesem Jahr buchstäblich ins Wasser. Dadurch hatten wir fast gar keine Einnahmen“, sagt Vorstandsmitglied Silvia Härtel. Die Trödelmärkte im Rosengarten hinter der Käseglocke haben in der Vergangenheit zusätzliches Geld in die Kasse gespült. Dieses Geld wird gebraucht, um das Angebot aufrecht erhalten zu können. „Täglich kommen 20 bis 30 Kinder zu uns. Zirka 25 bis 30 Essen bereiten wir jeden Tag in der Suppenküche zu“, sagt Maren Westphal, ebenfalls vom Vorstand. Die Suppenküche bekommt zwar von der Berliner Tafel Lebensmittel und Anwohner helfen zuweilen mit Konserven, Nudeln oder Reis. Doch das sind keine regelmäßigen Zuwendungen.

Zudem muss der Verein aufgrund von wiederholten Vandalismus-Schäden, Reparaturen zahlen am Haus zahlen, dass der Bezirk dem Verein zwar mietfrei zur Verfügung stellt. Kleinere Schäden müssen jedoch selbst behoben werden.

Um das Angebot erhalten zu können, hat der Spiel&Action eine Online-Spendenaktion bei "betterplace" (http://bit.ly/Käseglocke) gestartet. „Jeder kann helfen, jeder Cent zählt“, sagt Härtel. „Wir haben schon viele Unterstützer. Seit Beginn der Aktion ist schon so viel Geld eingegangen, dass wir das Mittagessen für einen ganzen Monat absichern konnten“, freut sich Maren Westphal. Aber auch Unternehmen im Kiez sind der Einrichtung wohlgesonnen und haben gespendet. KaR
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