BFC Preussen überrollt den Mariendorfer SV mit 5:0

BFC-Angreifer Dennis Dort traf gegen den Mariendorfer SV zweimal und hat jetzt neun Saisontore geschossen. (Foto: Nittel)

Lankwitz. Der BFC Preussen hat am 5. Spieltag der Fußball-Landesliga den Tabellennachbarn Mariendorfer SV mit 5:0 (3:0) überrollt und klettert in der Tabelle auf Rang vier. Und dennoch war BFC-Coach Andreas "Zecke" Neuendorf mit der Torausbeute unzufrieden.

"In der ersten Halbzeit haben wir wirklich ein tolles Spiel gemacht. Aber unsere Chancenauswertung, vor allem nach der Pause, war nicht gut", erklärte der ehemalige Bundesliga-Profi, der für Hertha BSC und Bayer Leverkusen insgesamt 157 Bundesligaspiele absolvierte und seit dem Sommer die Geschicke bei den Lankwitzern leitet - übrigens seine erste Station als Trainer. Rommel Abou-Chaker hatte den BFC im heimischen Preussen-Stadion am Sonntag, 21. September schon nach nur drei Minuten in Führung geschossen. Christian Müller (7. Minute) und Dennis Dort (23.) stellten mit ihren Treffer schon frühzeitig klar, dass der Sieger an diesem Tag nur BFC Preussen heißen konnte. Auch nach dem Wechsel spielten die Gastgeber ihre Angriffe größtenteils gut aus, nutzen dabei immer wieder die ganze Breite des Platzes. Doch vor dem Tor des Gegners war man dann einfach zu unkonzentriert und ließ viele Hochkaräter liegen. Vor allem, nachdem Benjamin Hafemann vom MSV nach 65 Minuten mit einer Gelb-Roten Karte des Feldes verwiesen worden war, schaffte es der BFC nicht mehr, seine Angriffe zielstrebig nach vorn zu tragen. Und doch konnte man durch die Angreifer Abou-Chaker und Dort das Ergebnis noch auf 5:0 in die Höhe schrauben. "Natürlich gibt es auch für einen hohen Sieg nur drei Punkte. Aber meine Mannschaft hätte heute das eine oder andere Tor mehr verdient gehabt."

Mit drei Siegen und zwei Niederlagen bleiben die Preussen den derzeitigen Spitzenteams der Liga, den Füchsen Berlin und Stern Marienfelde, auf den Fersen. Neuendorf dämpfte aber zu hohe Erwartungen. "Wir haben uns nicht zum Aufstiegsfavoriten erklärt, sondern immer gesagt, dass wir zwischen den Plätzen drei und fünf landen wollen", erklärte der Coach. "Deshalb ist bis dato noch nichts Unvorhergesehenes passiert - wir sind, abgesehen von der Niederlage gegen Aufsteiger SSC Südwest, im Soll." Die Favoriten auf den Aufstieg seien Berlin-Liga-Absteiger Füchse Berlin und die zweite Mannschaft vom FC Viktoria, die Woche für Woche auf Spieler aus dem Regionalligakader zurückgreifen könne. "Und doch haben wir auch bei unserer 0:2-Niederlage gegen Viktoria gezeigt, dass wir mithalten können: Wir hatten 11:1 Ecken und die weitaus besseren Torchancen."


Michael Nittel / min
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