An drei Lichtenberger Grundschulen wurden jetzt Ergänzungsbauten errichtet

Lichtenberg. Die wachsenden Kinderzahlen im Bezirk drängten Senat und Bezirk zu raschen Lösungen, denn es fehlen Grundschulplätze. Zum Schulanfang wurden fünf modulare Ergänzungsbauten übergeben.

Nur ein halbes Jahr dauerte es, bis der rot verschalte Leichtbau an der Brodowin-Grundschule in der Liebenwalder Straße 20-22 von 200 Schülern und Lehrern bezogen werden konnte. Am 25. August hatte Bildungsstaatssekretär Mark Rackles (SPD) zusammen mit der Schulstadträtin Kerstin Beurich (SPD) den neuen Bau an die Schule übergeben.

Er ist einer von fünf sogenannten modularen Ergänzungsbauten, die im Bezirk die Not an Grundschulplätzen lösen sollen. Es sind Gebäude, die durch ihre Leichtbauweise nicht nur sehr viel schneller gebaut werden können als echte Massivhäuser. Sie sind auch billiger. Gerade deshalb entschied der Senat im vergangenen Jahr, auf diese Lösung zurückzugreifen und Geld für 20 dieser Bauten, die in vielen Teilen Berlins gebraucht werden, zur Verfügung zu stellen. In Lichtenberg wurden Ergänzungsbauten für das jetzt beginnende Schuljahr außer an der Brodowin-Grundschule auch an der Richard-Wagner-Straße in der Ehrenfelsstraße 36 sowie der Karlshorster Grundschule in der Lisztstraße 6 hochgezogen.

Denn der Kinderboom hat auch in Lichtenberg die Planer offenbar kalt erwischt. Noch bis ins Jahr 2006 sanken die Kinderzahlen beträchtlich, Schulen mussten wegen mangelnder Auslastung geschlossen werden. Jetzt hat sich der Trend dramatisch ins Gegenteil verkehrt. Bis zum Schuljahr 2018/2019 müssen im Bezirk so viele neue Grundschulplätze geschaffen werden, die etwa zwölf neuen Grundschulen entsprechen.

Doch mit den Ergänzungsbauten, die lediglich bestehende Grundschulstandorte erweitern, kann das Platzproblem nur kurzfristig gelöst werden. Neue Grundschulstandorte müssen in Zukunft geschaffen werden. Mit der Dolgenseestraße 60 hält der Bezirk einen Standort für 800 Schüler noch in Reserve. Für neue Standorte fehlen jedoch die geeigneten Grundstücke, ein Ankauf privater Flächen sei viel zu teuer, so das Argument des Bezirksamtes. Und landeseigene Flächen sind rar.


Karolina Wrobel / KW
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