Containerunterkunft entsteht an Wollenberger Straße 1

Lichtenberg. Die notdürftige Unterbringung von Flüchtlingen in Sporthallen soll nun enden: An der Wollenberger Straße 1 entsteht ab Juni die erste Containerunterkunft für 500 Menschen. Die benachbarte Sporthalle wäre damit wieder frei.

"Ich gehe davon aus, dass alle Sporthallen in Lichtenberg bis zum Sommer wieder an die Vereine und Schulen übergeben werden können", sagt die Bürgermeisterin Birgit Monteiro (SPD) gegenüber der Berliner Woche. Derzeit sind in Lichtenberg noch insgesamt 5724 Flüchtlinge untergebracht. Im Moment kommen aber wenige Flüchtlinge nach Berlin, weshalb sich die Situation für deren Unterbringung merklich entspannt. "Berlinweit gibt es 4000 freie Plätze in regulären Flüchtlingsunterkünften – in Lichtenberg sind es 200", so Monteiro. Zudem entstehen nun neue Unterkünfte, womit der Auszug aus den drei Hallen-Unterkünften in der Darßer Straße, der Treskowallee und der Wollenberger Straße in zeitliche Nähe rückt. Schon jetzt seien die Hallen nicht mehr bis zur Kapazitätsgrenze belegt, sagt Monteiro.

Sie kündigte auf der Bezirksverordnetenversammlung am 21. April den Bau einer Containerunterkunft für 500 Menschen an der Wollenberger Straße 1 an. An dieser Stelle soll ab Mitte Juni ein sogenanntes "Tempohome" entstehen, so heißen die Container offiziell. Das Grundstück gehört der Wohnungsbaugesellschaft Howoge, die es dem Land Berlin verpachten wird.

"Alle Vorhaben, die nun errichtet werden, sind auch für reguläres Wohnen geeignet", ergänzte Monteiro. Denn wenn auch ein Containerdorf zunächst für den Zeitraum von rund drei Jahren für die Unterbringung von Flüchtlingen ausgelegt ist, so ist eine anderweitige Wohnnutzung in Zukunft nicht ausgeschlossen. Ähnlich verhält es sich mit den modularen Unterkünften für Flüchtlinge – sie werden offiziell "MUF" genannt. Ein erster MUF soll ebenfalls noch dieses Jahr entstehen. Mit 48 Wochen Bauzeit ist seine Fertigstellung aber erst 2017 zu erwarten. Die Howoge wird die Unterkunft am Hagenower Ring errichten.

Es gäbe aber noch weitere Unterkunftsmöglichkeiten, die nun schnell realisiert werden sollen: Rund 190 Plätze stehen bald als Gemeinschaftsunterkunft in dem mehrheitlich von Studenten bewohnten Wohnhaus in der Gehrenseestraße 99 zur Verfügung. KW
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