Dritter Platz: Lichtenberg genehmigt mehr als 2200 Wohnungen

Lichtenberg. Der Bezirk erwartet eine "Sprinterprämie" als Belohnung für die flotte Bearbeitung von Wohnungsbau-Anträgen. Mit dem Geld soll die Sanierung von Plätzen und Einrichtungen vorangebracht werden.

Exakt 2223 Wohnungen hat Lichtenberg im Jahr 2014 genehmigt. Zum Vergleich: In den beiden Vorjahren waren es 1550 und 1298. Bei aller Zufriedenheit räumt Stadtentwicklungsstadtrat Wilfried Nünthel (CDU) ein, dass die Verwaltung zwar auf Hochtouren arbeite, aber trotzdem noch einige hundert Anträge nicht beschieden seien. Auch deshalb habe der Bezirk bei der Schaffung neuen Wohnraums den Spitzenplatz in Berlin knapp verpasst. Nach Mitte und Pankow liegt Lichtenberg an dritter Stelle. Trotzdem kann sich der Stadtrat über eine Sprinterprämie des Landes freuen, die an die fleißigsten Genehmigungsbehörden gezahlt wird.

"Wir haben 550.000 Euro in Aussicht", sagt Nünthel. Davon fließen voraussichtlich rund 250.000 Euro in den allgemeinen Haushalt des Bezirks, um kleinere Defizite auszugleichen. Mit dem restlichen Geld sollen Projekte aus dem Förderprogramm Stadtumbau Ost mitfinanziert werden. Denn Geld aus diesem Fördertopf gibt es nur dann, wenn der Bezirk sich an den Projekten finanziell beteiligt.

Vier Projekte für Kinder

Rund 4,3 Millionen Euro aus diesem Topf gibt es dieses Jahr für Lichtenberg. "Das ist rund ein Viertel der für Berlin zur Verfügung stehenden Mittel für den Stadtumbau Ost", so Nünthel. Das gemeinsame Programm von Bund und Land ist dafür gedacht, Stadtquartiere lebenswerter zu machen.

Was in Lichtenberg geplant ist: Rund 1,2 Millionen Euro fließen in die Sanierung der Jugendkunstschule und den Bau einer Kunst-Kita in der Demminer Straße 4. Der Roedernplatz darf sich auf eine 700.000 Euro teure Schönheitskur freuen. In der Siegfriedstraße 29 ist bereits im vergangenen Jahr mit dem Bau einer Freizeiteinrichtung für 60 Kinder und Jugendliche begonnen worden. Die Gesamtkosten betragen rund 1,5 Millionen Euro. Die benachbarte Kita "Singemäuse", Gotlindestraße 36-37, soll in diesem Jahr etwa 680.000 Euro für eine Sanierung erhalten.


Karolina Wrobel / KW
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