Her mit dem Teer: Die Dorfstraße soll in diesem Jahr für 300.000 Euro saniert werden

Die Dorfstraße ist mit sechs Metern Breite ziemlich eng, das macht ein seitliches Pflaster nicht unproblematisch. (Foto: Wrobel)

Wartenberg. So manchen Anwohner stört der Lärm, den der Verkehr auf der gepflasterten Dorfstraße verursacht. Sie wünschen sich Asphalt statt Pflaster.

Rund drei Dutzend Einwohner folgten der Einladung des Verkehrsstadtrats Wilfried Nünthel (CDU) am 22. Februar für eine Versammlung, in der die Pläne für die Erneuerung der Dorfstraße in Wartenberg vorgestellt wurden. Rund 300.000 Euro stehen für eine Sanierung zur Verfügung, die noch in diesem Jahr erfolgen soll.

Kurz nach der Wende wurde die ehemals asphaltierte Dorfstraße mit einem Großpflaster versehen. "So entsprach sie wieder dem historischen Dorfcharakter", weiß Wilfried Nünthel. Doch über die Jahre erwies sich das Pflaster als problematisch. Nicht nur, dass es stellenweise versackt ist und der Zustand der Fahrbahn damit immer schlechter wird. Die Einwohner stört vor allem der Lärm, der von der Straße ausgeht. So mancher berichtet gar, vom Scheppern der vorbeikrachenden Lkws nachts vor Schreck aus dem Bett zufallen.

Doch wie soll die Erneuerung für die Dorfstraße aussehen? Das Bezirksamt will die Anwohner an der Entscheidungsfindung beteiligen: Möglich wäre nämlich neben einer vollständigen Teerdecke auch eine teilweise Asphaltierung. Dabei würden an den Straßenseiten Pflasterstein-Reihen bestehen bleiben – "quasi als Erinnerung an den einstigen dörflichen Charakter der Straße", erklärte Nünthel. Doch während der Versammlung zeigte sich schnell, dass die Dorfbewohner eine vollständige Asphaltierung bevorzugen. Zumal auch Joachim Ehrendreich vom Straßenamt bei der Versammlung hervorhob, dass für eine Teilasphaltierung die Fahrbahnbreite kaum ausreicht, um Verbesserungen zu erzielen. Die Lärmreduktion durch Lkws und Busse würde nur teilweise erreicht, da diese seitlich stets auf dem Pflaster fahren würden. Mit dem Wunsch der Anwohner aus der Einwohnerversammlung hat Nünthel nun ein Argument mehr in der Tasche, um die Vollasphaltierung zu ermöglichen. Denn noch muss die Denkmalpflege davon überzeugt werden, das Pflaster aufzugeben.

Noch im April dieses Jahres sollen die Bauarbeiten für die Sanierung der Dorfstraße beginnen. Die Erneuerung erfolgt in zwei Bauabschnitten. Bis Juni soll zwischen Schweringer Ring und Lindenberger Straße gebaut werden, anschließend wird der Rest der Fahrbahn bis zur Prendener Straße hergestellt. Die Fertigstellung ist für den August geplant. Während der Bauarbeiten wird es zu Vollsperrungen kommen; die Fahrbahn ist für halbseitige Arbeiten zu eng. Die Anwohner müssen sich auf Umleitungen einstellen. KW
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