Kabel kommt unter die Erde: Innovatives Pflügeverfahren verkürzt die Bauzeit erheblich

Das leere Rohrkabel kommt unter die Erde. (Foto: Stromnetz Berlin GmbH)

Ahrensfelde. Für den Ausbau der Bundesautobahn A10 müssen Teile einer bestehenden 110 Kilovolt-Freileitung unter die Erde gebracht werden. Dafür wird ein neues Verfahren eingesetzt.

Zwischen dem Netzknoten Malchow und dem Umspannwerk Buch sollen die Hochspannungsanlagen nun bald Vergangenheit sein: Auf einer Länge von 1750 Metern baut die Stromnetz Berlin GmbH die neue unterirdische Kabelanlage. Für eine kürzere Bauzeit sorgt nun ein neues Verfahren: Ein Kabelpflug bringt die zuvor verschweißten, leeren Kabelrohre durch Einpflügen bis zu 2,30 Meter tief unter die Erde. Dabei zieht dieser Pflug mit einer Kraft von 200 Tonnen die Leerrohre in den Boden ein und drückt die Erdschichten direkt im Anschluss wieder in ihre ursprüngliche Position.

Hier offenbart sich auch der weitere Vorteil des Verfahrens: Auf eine aufwendige Grundwasserabsenkung im Baubereich kann verzichtet werden, weil die Erdschichten nicht durchmischt werden. Zu einem späteren Zeitpunkt können dann die 110-Kilovolt-Kunststoffkabel ohne weitere Tiefbauarbeiten eingezogen werden.

Bis Ende November soll die Baumaßnahme abgeschlossen sein. Danach erfolgt der Rückbau der Hochspannungsleitung und der dazugehörigen Masten. Die Fertigstellung ist bis Mitte April 2017 geplant. KW
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