Mehr Platz im Sonnengarten: Richtfest für Kitabau in der Rudolf-Reusch-Straße

Wenn der Neubau steht, ist der Außenbereich an der Reihe. Landschaftsplaner gestalten ihn völlig um. (Foto: Berit Müller)

Lichtenberg. Der familienfreundliche Bezirk braucht dringend mehr Kitaplätze – und bekommt sie. In der Rudolf-Reusch-Straße 57 zum Beispiel. Dort lässt der Träger Kindergärten NordOst ergänzend zum vorhandenen Gebäude noch ein neues Haus für 120 kleine Lichtenberger bauen. Am 30. Mai war Richtfest.

Ein verlassenes Wipptier steht einsam im Garten. Holzhäuschen, Buddelkiste und Klettergeräte wirken verwaist, Bäume und Hecken tropfen. Ein heftiges Unwetter mit haselnussgroßen Hagelkörnern hat an diesem Mainachmittag nicht nur die kleinen Besucher der Kita „Sonnengarten“ verscheucht.

Auch etliche zum Richtfest geladene Gäste lassen auf sich warten. „Die schwimmen wohl noch“, scherzt Robert Ehrenpfordt. Der kaufmännische Leiter der Kindergärten NordOst nimmt es gelassen. „Na, nicht so schlimm – Hauptsache, wir liegen mit unserem Kitaneubau im Zeitplan.“

Das ist der Fall. Wenn es weiter so gut läuft, dürfte das Zusatzdomizil für die Kita „Sonnengarten“ in der Rudolf-Reusch-Straße pünktlich fertig sein und am 1. Januar nächsten Jahres in Betrieb gehen. 65 Mädchen und Jungen bekommen dann nicht nur fast doppelt so viele neue Spielgefährten. Der zweigeschossige Nachbar des alten 50er-Jahre-Baus bietet auch Platz für großzügige Räume und für Bewegungsspiele, die zum Profil der Kita zählen. Außerdem zieht der gesamte Kleinkindbereich in den Neubau. Doch auch im alten Haus soll einiges passieren. Küche, Elektrik und Sanitäranlagen brauchen eine Runderneuerung.

Für sein Neu- und Ausbauprojekt hat der Kita-Eigenbetrieb zwei Millionen Euro aus dem Sondervermögen Infrastruktur der Wachsenden Stadt (SIWA) bekommen und noch einmal 911 800 Euro aus einem Bundestopf zum bedarfsgerechten Ausbau der Kindertagesbetreuung beantragt. Das Förderprogramm „Stadtumbau Ost“ gab knapp eine halbe Million für den Außenbereich obendrauf.

Denn der „Sonnengarten“ soll künftig wieder seinem Namen gerecht werden. Das Grünstück hinter dem Haus, aktuell durch die Bauarbeiten geschrumpft, soll spätestens im Frühjahr nicht nur wieder komplett, sondern auch ansprechend umgestaltet sein. Landschaftsplaner seien bereits am Werk, berichtet Michael Witte, pädagogischer Geschäftsführer der Kindergärten NordOst. Eng abgestimmt mit dem Erzieherteam, mit Eltern und den kleinen Nutznießern entwerfen sie ein echtes Kinderparadies.

Jugendstadträtin Katrin Framke (für Die Linke) prophezeit dem Träger mit Beginn der Anmeldefrist einen Riesenansturm. „Wir brauchen hier viele Kitaplätze. Deshalb bin ich froh, dass es eine so große Einrichtung wird.“

Über eine mangelnde Nachfrage macht sich Michael Witte keine Sorgen, ihn beschäftigt ein anderes Problem: „Wir benötigen noch Fachkräfte in der Betreuung.“ Vor allem Erzieherinnen und Erzieher, die Qualifikationen fürs bewegungsorientierte Profil der Kita „Sonnengarten“ mitbringen, sucht er händeringend. bm

Interessierte erhalten weitere Infos auf www.kigaeno.de
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