Weitere Flüchtlinge an neun Standorten in Lichtenberg

Lichtenberg. Der Senat hat sich darauf geeinigt, in jedem Bezirk zwischen fünf und neun neue Standorte für die Unterbringung von Flüchtlingen auszuweisen. Für Lichtenberg sind damit neun Standorte geplant.

Das zähe Ringen scheint nun beendet: Der Senat hat sich nun auf 69 Standorte geeinigt, auf denen künftig entweder Containerdörfer oder Modularbauten entstehen sollen. "Die Einigung stimmt mich optimistisch. Der Finanzsenator hat verstanden, die Flüchtlinge in Berlin gerechter zu verteilen", sagt die Bürgermeisterin Birgit Monteiro (SPD). Gingen Bezirke wie Mitte in früheren Abwägungen des Senats noch leer aus, wurden nun in jedem Bezirk mindestens fünf Standorte ausgewiesen. Lichtenberg wird neben Pankow mit neun Standorten die meisten Flüchtlinge unterbringen. So sollen in der Wollenberger Straße 1, in Alt-Friedrichsfelde 60 sowie in der Darßer Straße 101 Containerdörfer entstehen, die jeweils bis zu 500 Menschen Platz bieten. Die Bürgermeisterin geht davon aus, dass die Containerdörfer bautechnisch in kurzer Zeit entstehen. Konkrete Zeitpunkte stehen noch nicht fest. "Die Realisierung in der Darßer Straße ist zudem noch im Gespräch", so Monteiro. Offenbar gibt es die Möglichkeit, die Errichtung des Containerdorfes an dieser Stelle zeitlich nach hinten zu rücken.

Zusätzlich sollen im Bezirk Modularbauten an den Standorten Am Breiten Luch 3, Wartenberger Straße 120, Zobtener Straße 61, Hagenower Ring 16–22, Seehausener Straße 33, 35, 37 und 39 sowie der Konrad-Wolf-Straße 33-37 entstehen. "Hier liegt die Bauzeit bei etwa 48 Wochen", informiert Monteiro.

Insgesamt leben nirgendwo in Berlin mehr Flüchtlinge, als in Lichtenberg. Rund 6 000 Menschen sind hier untergebracht. Schon jetzt stellen sich drängende Fragen nach zusätzlichen Schulen und Kitaplätzen – und der Inte-gration. Die Bürgermeisterin zählt auf die finanzielle Unterstützung des Senats: "Uns wurden Mittel aus dem neu aufgelegtem Sondervermögen Infrastruktur Wachsende Stadt in Aussicht gestellt." Bis zu 90 Millionen Euro hat hier der Senat zu verteilen. Zudem soll in der Großsiedlung Neu-Hohenschönhausen die Integration durch ein "Integrationsmanagement" gefördert werden. So sollen Projekte Anwohner und Flüchtlinge zusammenbringen. KW
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