Schüler diskutieren über Stasi-Spitzel und das "Schnipselprojekt"

Das Kino CineMotionwurden zum Diskussionsschauplatz. (Foto: CDU Lichtenberg)

Lichtenberg. Über 350 Schüler des Barnim-Gymnasiums und der Fritz-Reuter-Oberschule diskutierten mit dem Filmproduzenten Ivo Beck über die Methoden der Stasi in der DDR.

Noch immer sind nicht alle Geheimnisse gelüftet. Denn in rund 16.000 Säcken befinden sich zerrissene Stasi-Akten, die noch nicht zusammengefügt und lesbar gemacht werden konnten. Daran arbeitet jedoch das Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik Berlin mit seinem "Schnipselprojekt".

Wie dieses technische und geschichtsträchtige Projekt funktioniert und wie die Stasi in der DDR arbeitete, darüber diskutierten am 26. Februar die Lichtenberger Schüler. Im Rahmen der Vorstellung des ZDF-Films "Zwischen den Zeiten" diskutierten sie mit dem Produzenten Ivo Beck, Dagmar Hovestädt, Pressesprecherin der Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasiunterlagen, Marion Esch, Vorstandsvorsitzende der Stiftung für MINT-Entertainment-Education-Excellence sowie dem Leiter des "Schnipselprojekts" am Fraunhofer-Instituts, Bertram Nickolay. Es moderierte der Lichtenberger Abgeordnete Danny Freymark (CDU), der die Idee zu dieser Veranstaltung hatte.

"Die Frage, wie viel Vergangenheit die Zukunft vertrage, sollte die Schüler zum Nachdenken anregen", resümiert Freymark nach der Veranstaltung. Ihn freute die Neugier der Schüler, die Fragen zu den Methoden der Staatssicherheit stellten und auch ihr Interesse am Fraunhofer-Projekt zeigten. Von den 16.000 Säcken mit zerrissenen Stasi-Akten seien bislang erst 20 Säcke automatisch rekonstruiert worden, so Freymark.


Karolina Wrobel / KW
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