Einbrüche und Diebstähle nehmen zu

Am S-Bahnhof Nöldnerplatz sollte man sein Fahrrad gut anschließen. Hier liegt einer der Brennpunkte für Fahrraddiebstähle im Bezirk. (Foto: Wrobel)

Lichtenberg. Seit dem Jahr 2010 hat sich in Lichtenberg die Anzahl der Einbrüche in Wohnungen und Häuser verdoppelt. Diebe haben es aber auch auf Autos und Fahrräder abgesehen.

"Die steigenden Fallzahlen finde ich besorgniserregend", sagt Gregor Költzsch. Der SPD-Abgeordnete hatte sich bei der Senatsverwaltung über die Entwicklung im Polizeiabschnitt 64, der für das südliche Lichtenberg verantwortlich ist, informiert.

Zählte die Polizei 2010 insgesamt 151 Einbrüche in Wohnungen, waren es 2014 schon 345. Auch die Zahl der Einbrüche in Einfamilienhäuser hat sich von 22 auf 42 fast verdoppelt. Die Zahl der Kfz-Diebstähle ist ebenfalls gestiegen, allerdings nicht so krass. Wurden 2010 genau 1359 Autos geklaut, waren es im vergangenen Jahr 1675.

Ganz besonders gut sollten jedoch Radler aufpassen: Die Zahl der gemeldeten Fahrraddiebstähle ist in den letzten vier Jahren von 527 auf sage und schreibe 1185 gestiegen.

Die Polizei kann auch Brennpunkte für die Taten ausmachen. So waren in den letzten Jahren die Ortsteile Lichtenberg, Fennpfuhl und Rummelsburg besonders von Autodiebstählen betroffen. Die meisten Wohnungseinbrüche wurden in Friedrichsfelde, Fennpfuhl, Karlshorst und Rummelsburg verzeichnet. Fahrraddiebe steuern ganz besonders gerne die S-Bahnhöfe Karlshorst und Nöldnerplatz an.

Der Abgeordnete Gregor Költzsch fordert deshalb, den Einsatz von Funkstreifen gerade an diesen Brennpunkten zu verstärken. Auch bei Fahrraddiebstählen sieht er die Polizei in der Pflicht: "Mehr und regelmäßige Zivilstreifen sind insbesondere rund um den S-Bahnhof Karlshorst und den S-Bahnhof Nöldnerplatz notwendig."

Die Polizei bestätigt, dass die S-Bahnhöfe Karlshorst und Nöldnerstraße "nicht in einem bestimmten Turnus folgend durch Zivilkräfte überwacht" werden. "Dennoch findet im Rahmen des täglichen Dienstes eine wiederkehrende Streifentätigkeit an diesen Brennpunkten statt", sagt ein Polizeisprecher.KW
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