Gelbes Meer in Lichtenberg: Überschwemmte Straßen nach Rohrbruch

Passanten holten sich nasse Füße. Die Autos standen zeitweise bis nah an die Türen im Wasser. (Foto: Berit Müller)

Anwohner und Passanten trauten ihren Augen kaum: Teile der Fanninger-, Gudrun- und Siegfriedstraße hatten sich am Morgen des 16. November in ein gelbes Meer verwandelt. Grund war ein geplatztes Wasserrohr.

Am Straßenrand geparkte Autos standen bis zu den Türen in sandgelben Fluten, Fußgänger auf dem Weg zum U- und S-Bahnhof Lichtenberg holten sich nasse Füße. Über die Bordsteinkanten hinweg schwappte das Wasser. Die Fahrbahnen der Fanninger- und der Gudrunstraße waren längere Zeit nicht passierbar. Ein dort stehender Pkw sackte fast vollständig in den Boden ein.

Nach einem Wasserrohrbruch in der Fanningerstraße waren am 16. November gegen 9 Uhr mehrere Straßen im Nibelungenviertel und Teile der Frankfurter Allee massiv überschwemmt. Der Tunnel Alt-Friedrichsfelde musste vorübergehend gesperrt werden. Die Straßenbahnlinien 21 und 37 und der 256er Bus konnten nicht mehr bis zur regulären Endhaltestelle am Bahnhof Lichtenberg fahren, sie stoppten schon am Betriebshof in der Siegfriedstraße.

Die Feuerwehr war im Großeinsatz und sperrte die betroffenen Straßen. Nach einer guten Stunde hatten die Einsatzkräfte zwar die Fluten im Griff, das Wasser begann langsam abzusickern und hinterließ eine gelbe Schlammschicht.

Fahrgäste der genannten Tramlinien mussten und müssen sich aber noch einige Tage auf Einschränkungen einstellen. Nach Angaben der Berliner Verkehrsbetriebe haben die Fluten auch Gleise der Straßenbahn unterspült. BVG-Experten waren am Donnerstagvormittag vor Ort, um den Schaden in Augenschein zu nehmen. Nach ihrer ersten Einschätzung sollte die Reparatur circa eine Woche dauern.
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