Rassistisch motivierte Taten nach Schließung von Nazi-Treff leicht rückläufig

Lichtenberg. Insgesamt 105 Vorfälle von rassistisch motivierten Übergriffen und Propaganda-Delikten verzeichnete das "Lichtenberger Register" im Jahr 2014. Damit ist die Zahl der Übergriffe im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgegangen.

Das Register ist ein Projekt des Vereins Licht-Blicke, der rechte Übergriffe und Delikte dokumentiert. Es hat sich gezeigt: Von 1.100 gezählten Vorfällen in zehn Berliner Bezirken gab es in Lichtenberg 105 Angriffe mit rechtsextremer und diskriminierender Motivation. Im Jahr 2013 waren zehn Vorfälle mehr.

Das klingt nach keiner großartigen Entwicklung, doch erfreulich ist, dass sich in fast allen Bereichen - wie rassistische Hetze oder Gewalt - die Zahl der Übergriffe im Bezirk verringert hat. Allein die "Propagandadelikte" nahmen deutlich zu. So hat es auch in Lichtenberg von rechtsextremen Intiativen organisierte Anti-Flüchtlingsproteste und ähnliche Aktivitäten gegeben.

Als positiv wird im Bericht die Schließung des Neonazi-Treffpunkts in der Lückstraße 58 hervorgehoben. Hier hatte der Vermieter lange Zeit gemeinsam mit dem Bezirksamt und engagierten Bürgern dafür gekämpft, den Rechtsexremen kündigen zu können.

Nach Auflösung des Treffs sei die Zahl der Propaganda-Delikte in diesem Kiez merklich gesunken, teilt das Lichtenberger Register mit.

Die vollständige Chronik der Übergriffe im Jahr 2014 gibt es auf www.berliner-register.de/lichtenberg.

Karolina Wrobel / KW
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