Magie ist im Spiel: Mit seinem ersten Roman erfüllt sich Axel Schramm einen lang gehegten Traum

Axel Schramm alias Lex M. March hält seinen Debütroman in den Händen. (Foto: Wrobel)
 
Axel Schramm alias Lex M. March mit seinem Debütroman. Foto: Wrobel (Foto: Wrobel)

Lichtenberg. Die besten Ideen kommen Axel Schramm nicht am Schreibtisch, sondern vorm Schlafengehen. Zwei Jahre schrieb er an seinem ersten Roman „Bannwald Saga – Die Entführung“.

„Verstehen Sie mich nicht falsch, mein Beruf macht mir Spaß“, sagt Axel Schramm. Tagsüber arbeitet der Controller im Berliner Wochenblatt Verlag. Trotzdem fühlte er sich „als Zahlentyp schon immer fehlbesetzt“, sagt er gutgelaunt.

Es war vor etwa zwei Jahren, als sich der Lichtenberger zuhause an den Schreibtisch setzte und innerlich auf Reisen ging. Mit dem Nachdenken über den Inhalt seines ersten Buches veränderte sich auch die Identität des Schreibers: Aus Axel Schramm wurde der Schriftsteller Lex M. March.

Das erste Buch zu schreiben, ist schon eine ganz besondere Herausforderung, erzählt er. Schnell war für ihn klar, in welches Genre er hineintauchen möchte. „Ein Krimi war mir zu logisch, zu mathematisch. Das Fantasy-Genre hat mich dagegen schon immer gereizt.“ Mit 50 Jahren machte er sich daran, seinen Lebenstraum wahr werden zu lassen. „Ein Buch zu schreiben ist eine echte Reise“, sagt der mittlerweile 52-Jährige.

Den ersten Halbsatz seines Buches tippte er ohne zu zögern. „Diesen Satz, den hatte ich seit vielen, vielen Jahren bereits im Kopf“, erinnert sich March. „Sie kamen über die Berge...“ Die ersten Worte seines Romans sollten ihn so weit hinaustragen, wie es der Hobby-Autor selbst nicht erwartet hatte. „Zuerst dachte ich: Wenn ich eine Seite zusammen habe, dann ist das schon mal was“, lacht er. Insgesamt sind es 375 Seiten geworden.

„Bannwald Saga – Die Entführung“ lautet der Titel seines Debütromans. Es ist der erste Teil einer Trilogie. Der junge Held Quell muss sich in einer fantastischen Welt behaupten. Schwarze Reiter bedrohen sein Leben, das er zunächst noch sorgenfrei in der idyllischen Hafenstadt Orint verbringt. Dass Quell von auserwählter Herkunft ist, weiß er nicht. Einst hatten ihn seine Eltern wie Moses am Ufer eines Flusses ausgesetzt, um ihn zu retten. „Es ist eine Mittelalter-Welt und natürlich ist Magie im Spiel“, erzählt Lex M. March und ergänzt, was Leser in seinem Roman nicht finden werden: „Drachen. Davon gibt es in der Literatur schon so viele“, winkt er ab.

Lex M. March nahm sich vor, nicht für die Schublade zu schreiben. Eine Veröffentlichung ist der Traum vieler Autoren. Ebenso wie die Entdeckung durch einen Großverlag. Die bleibt für die meisten Debütanten ein Lottogewinn, der nie eintritt. „Mir war auch voll bewusst, dass ich das Handwerk des Schreibens nicht gelernt hatte“, sagt March. Deshalb vertraute sich der Autor Experten an und beauftragte mehrere Lektoren, zunächst einige Textstellen zu prüfen.

„Die Lektorin mit den meisten Korrekturen habe ich dann beauftragt“, sagt er selbstbewusst. Wo andere Autoren sich vom roten Stift der Korrektoren angegriffen fühlen, nahm er die Hinweise dankbar entgegen. „Mir tat das nicht weh, im Gegenteil. So habe ich das Handwerk erst wirklich gelernt.“

Mit dem Berliner Aavaa-Verlag hat er schließlich einen Herausgeber gefunden, der sein Werk auch in die papierene, broschierte Form brachte. Stolz ist Lex M. March auf die ersten Leserkritiken auf Amazon, obwohl er in der Nachbetrachtung seines Erstlings „jetzt vieles anders machen würde“.

Und er begibt sich mit dem zweiten Band auch tatsächlich auf eine neue Reise: „Es ist jedes Mal ein unglaubliches Glücksgefühl, wenn ein Kapitel beendet ist.“ 70 Seiten des zweiten Bandes sind bereits geschrieben.

Der Erstling ist im Aavaa-Verlag erschienen und unter der ISBN 3845921803 zu einem Preis von 11,95 Euro erhältlich. KW

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