Lichtenberger Bezirksamt soll die Neueröffnung von Arztpraxen fördern

Lichtenberg. Vor allem Kinderärzte, Nervenärzte und Psychotherapeuten sind Mangelware in Lichtenberg. Eine "Willkommensinitiative" für Mediziner möchte Abhilfe schaffen.

Mit dieser Initiative soll das Lichtenberger Bezirksamt für die Ansiedlung neuer Ärzte sorgen. Darauf haben sich die Bezirksverordneten bei ihrer jüngsten Sitzung fraktionsübergreifend geeinigt. Den entsprechenden Antrag hatten die Christdemokraten gestellt.

Grundsätzlich sei die ärztliche Versorgung in Berlin gut, doch gebe es große Unterschiede zwischen den Bezirken, heißt es in der Begründung des Antrags. Ein Problem, das seit einiger Zeit auch auf höherer Ebene erkannt ist. Für eine gerechtere Ärzteverteilung in den Stadtteilen setzen sich der Senat, die Kassenärztliche Vereinigung und die Krankenkassen ein.

Jetzt soll auch der Bezirk aktiv werden und Ärzten eine Ansiedlung in Lichtenberg schmackhaft machen. Die Verordneten wollen zum Beispiel prüfen lassen, ob die bezirkliche Wirtschaftsförderung den Zuzug von Medizinern befördern könnte.

Ferner solle man Ärzte bei der Suche nach geeigneten Räumen unterstützen und die erforderlichen Genehmigungen für die Eröffnung einer neuen Arztpraxis möglichst schnell zu erteilen.

Wo ist Raum für Praxen?

Bei der Stadtplanung solle das Bezirksamt ebenfalls verstärkt darauf achten, wo sich möglicherweise Praxen ansiedeln könnten. Für die Thematik Ärztemangel müsse man auch die Kooperationspartner im bezirklichen "Bündnis für Wohnen" sensibilisieren. Zu diesem Bündnis haben sich im Jahr 2012 Wohnungsbaugesellschaften, private Investoren und Genossenschaften zusammengeschlossen. Das gemeinsame Ziel: bezahlbaren Wohnraum schaffen.

Mit dem Lichtenberger Leitbild eines kinder- und familienfreundlichen Bezirkes gelte es nicht zuletzt, mithilfe eines guten Lebensumfeldes Ärzte zum Arbeiten und zum Wohnen in den Bezirk zu ziehen. "Ziel der Willkommensinitiative soll es sein, zusätzliche Anreize für die Ansiedlung von Ärzten in Lichtenberg zu schaffen, um eine adäquate Versorgung sicherzustellen", heißt es im CDU-Antrag.


Karolina Wrobel / KW
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